Keine Hausbesuche, kein riesiger Eröffnungsgottesdienst

Wie die Sternsinger trotz Corona Spenden sammeln wollen

Sternsinger in Nordrhein-Westfalen (Archivbild)
© dpa, Rolf Vennenbernd, ve wie kno uho gfh

27. Dezember 2020 - 9:14 Uhr

Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ bietet kontaktlose Alternativen

Kinder ziehen von Tür zu Tür, sammeln Spenden und hinterlassen den traditionellen Segenswunsch am Haus. Doch dieses Mal läuft alles anders: Im Zeichen der Coronavirus-Pandemie haben die Sternsinger ihren Auftritt verändert und kommen nicht wie sonst an die Haustür. Als Ersatz hat das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" kontaktlose Alternativen erdacht wie Segensbriefe oder digitale Besuche. Dafür wurde die Spendenaktion, bei der Kinder für Kinder sammeln, um zwei Wochen bis Anfang Februar verlängert.

Idee der „Sternlänge Abstand“ verworfen

Die ursprüngliche Überlegung, eine "Sternlänge Abstand" zu halten, hat sich erübrigt. Sonst klingeln die als Könige verkleideten Jungen und Mädchen nach Weihnachten bis in den Januar hinein an den Türen und sammeln für einen guten Zweck. Das ist in diesem Jahr pandemiebedingt nicht möglich. Die Eröffnung wird am 29. Dezember im Aachener Dom in deutlich verkleinertem Rahmen gefeiert: Statt der ursprünglich 1.200 Kinder werden nur 12 in der Kirche sein. Das Motto lautet: "Heller denn je - Die Welt braucht eine frohe Botschaft".

Jedes Jahr machen rund 300.000 Jungen und Mädchen bei diesem katholischen Brauch mit. Zu Beginn des Jahres 2020 sammelten sie 52,4 Millionen Euro für rund 1.600 Projekte.

Sternsinger: Das bedeutet der Segensspruch C+M+B

Traditionell gehen Sternsinger von Tür zu Tür, um Segenswünsche zu bringen. Sie hinterlassen den Segensspruch C+M+B an den Haustüren. Das steht für den lateinischen Satz "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus). Zugleich sammeln sie Geld für einen guten Zweck.


Quelle: DPA/ RTL.de