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Widerlich: Über 6.000 illegal getötete Haie auf China-Frachter entdeckt

Über 6.000 tote Haie auf China-Frachter entdeckt
Über 6.000 tote Haie auf China-Frachter entdeckt Hohe Strafe für Crew und Reeder 00:40

Hohe Strafe für Crew und Reederei

Diese Tierquälerei ist absolut ekelhaft! Mitte August wurde ein chinesischer Frachter vor den Galapagosinseln gestoppt. An Bord entdeckten die Behörden tonnenweise abgeschlachtete Haie - die Tiere waren im Frachtraum bis unters Dach gestapelt worden. Jetzt wurde die Besatzung verurteilt.

300 Tonnen Fisch bis unters Dach gestapelt

Wie 'BBC' berichtet, befanden sich über 300 Tonnen Fisch auf dem Frachter namens 'Fu Yuan Yu Leng 999' - überwiegend Haie, darunter auch bedrohte Arten wie der geschützte Hammerhai. Auch vor Haibabys und Jungtieren machten die Fischer keinen Halt. Haiflossen gelten in Asien als Delikatesse. 

Der Fund gilt als bislang größter in der traurigen Geschichte der Haifischerei vor den Galapagosinseln, die zu Ecuador gehören. Doch Crew und Reeder müssen einen hohen Preis zahlen. Der Kapitän wurde jetzt zu vier Jahren Haft verurteilt - die Höchststrafe für die Zerstörung von geschützter Flora und Fauna. Seine drei Offiziere müssen jeweils drei Jahre in den Knast, die restliche 16-köpfige Crew für ein Jahr. Auch die Reederei bekam einen gehörigen Denkzettel verpasst und muss 4,9 Millionen Euro an den Galapagos-Nationalpark zahlen, um den Schaden auszugleichen.

Bewohner von San Cristobal auf Galapagos hatten vor der chinesischen Botschaft gegen die Crew protestiert. Die Polizei musste die Fischer schützen. 

Dass das Schiff gefunden wurde, war purer Zufall

Erschreckend: Dass das Verbrechen ans Tageslicht kam, war purer Zufall. Laut 'National Geographic' hatte der Meeresschützer Pelayo Salinas den Frachter entdeckt, der illegal in den Gewässern des Marine-Nationalparks der Galapagosinseln unterwegs war. Doch Salinas' Boot war zu klein, um mit dem China-Koloss mithalten zu können.

Salinas meldete das verdächtige Schiff den Behörden. Die konnten den Frachter nur deshalb finden, weil dieser ein automatisches Ortungssystem aktiviert hatte - auf allen Schiffen dieser Art normalerweise Vorschrift, bei illegaler Fischerei deaktiviert die Crew das Signal allerdings aus naheliegenden Gründen normalerweise.

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