WHO: Jetzt mehr als 2.000 Ebola-Tote

WHO: Jetzt mehr als 2.000 Ebola-Tote
WHO: Jetzt mehr als 2.000 Ebola-Tote
© dpa, Ahmed Jallanzo

06. September 2014 - 15:05 Uhr

Dunkelziffer noch weit höher

Die Zahl der Ebola-Toten ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) allein in den drei am schwersten betroffenen Ländern auf 2.097 gestiegen. Aus Guinea, Liberia und Sierra Leone seien insgesamt 3.944 Fälle von wahrscheinlichen oder bestätigten Ebola-Infektionen gemeldet worden, teilte die WHO in Genf mit. Hinzu kämen 23 Fälle mit 8 Toten in Nigeria, wo der Ausbruch bislang besser unter Kontrolle ist. Zuletzt hatte die WHO von 1.841 Toten in den drei Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone gesprochen, die bis zum 31. August registriert worden seien.

Insgesamt sei die Lage weiterhin sehr kritisch, erklärte die UN-Organisation. Vor allem fehle es an Gesundheitseinrichtungen und medizinischem Personal. WHO-Experten gehen davon aus, dass noch weit mehr Menschen als bisher amtlich registriert der Epidemie zum Opfer gefallen sind. Es gebe eine hohe Dunkelziffer.

Die WHO rechnet inzwischen damit, dass bis zu einer wirkungsvollen Eindämmung der Ebola-Epidemie noch sechs bis neun Monate vergehen können. Nach UN-Schätzungen sind zur Bekämpfung der lebensgefährlichen Seuche in den nächsten Monaten Nothilfemaßnahmen im Umfang von rund 600 erforderlich (rund 460 Millionen Euro).