WHO: Fast 6.200 Ebola-Tote in Westafrika

'Ärzte ohne Grenzen' in Guinea: Erneut stieg die Zahl der Todesopfer durch die Ebola-Epidemie an.
'Ärzte ohne Grenzen' in Guinea: Erneut stieg die Zahl der Todesopfer durch die Ebola-Epidemie an.
© dpa, Ärzte ohne Grenzen

06. Dezember 2014 - 14:12 Uhr

Hohe Dunkelziffer vermutet

Trotz aller Hilfsmaßnahmen sterben in Westafrika weiterhin viele Menschen an Ebola. In den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone sei die Zahl der Toten auf insgesamt rund 6.187 gestiegen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Das sind 74 Todesfälle mehr als von der Organisationen einen Tag zuvor gemeldet worden waren.

Insgesamt sind in den drei Ländern laut WHO nun 17.517 Infektionen erfasst worden - 261 mehr als noch 24 Stunden zuvor. Die Meldedaten der drei Länder sind dabei stets jeweils zwei bis drei Tage alt. Die WHO geht davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Zudem werden in der Statistik auch Infektions- und Todesfälle erfasst, bei denen zwar ein dringender Verdacht auf Ebola besteht, jedoch kein eindeutiger Nachweis vorliegt.