WHO: Fast 5.000 Ebola-Tote in Westafrika

Laut WHO gibt es in Liberia, Guinea und Sierra Leone 13.241 Menschen, die mit Ebola infiziert sind.
Laut WHO gibt es in Liberia, Guinea und Sierra Leone 13.241 Menschen, die mit Ebola infiziert sind.
© dpa, Ahmed Jallanzo

08. November 2014 - 16:51 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Liberia geht zurück

Die Zahl der Ebola-Toten in den drei am stärksten betroffenen westafrikanischen Ländern ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 4.950 gestiegen. Zwischen dem 2. und 4. November seien 132 neue Todesfälle gemeldet worden, teilte die UN-Behörde mit.

Die Zahl der mit der Ebola-Seuche Infizierten bezifferte sie für Liberia, Guinea und Sierra Leone mit 13.241. Während in einigen Gegenden die Zahl der Neuerkrankungen zurückgehe, steige sie in anderen rapide an.

Vor allem in Liberia beobachten die Gesundheitsbehörden eine geringere Zahl von Neuinfektionen. Das dürfte nach Einschätzung der WHO auch darauf zurückzuführen sein, dass in Liberia die hoch-infektiösen Ebola-Toten unter strengen Vorkehrungen beerdigt werden.

Dort werden Ebola-Tote binnen 24 Stunden nach ihrem Ableben beerdigt. Im August lagen zwischen Tod und Beisetzung durchschnittlich drei Tage, in denen sich Angehörige an den hochinfektiösen Leichen anstecken konnten. Inzwischen seien in Liberia 2.200 an der Seuche Verstorbene nach den neuen Vorschriften bestattet worden - verglichen mit nur 909 in Sierra Leone. Dort wurden in den vergangenen drei Wochen fast zwei Drittel aller Neuerkrankungen in den drei genannten westafrikanischen Ländern registriert.