WHO: Ebola breitet sich immer schneller aus

Mitarbeiter der 'Ärzte ohne Grenzen' arbeiten in Schutzanzügen in einem Isolationscamp in Liberia.
Mitarbeiter der 'Ärzte ohne Grenzen' arbeiten in Schutzanzügen in einem Isolationscamp in Liberia.
© REUTERS, STRINGER

29. August 2014 - 8:09 Uhr

Die Ebola-Epidemie in Westafrika breitet sich immer schneller aus. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, starben in Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria bis vergangenen Dienstag 1.552 Menschen an der Krankheit. Insgesamt registrierte die Organisation 3.069 bestätigte und Verdachtsfälle. Mehr als 40 Prozent der Erkrankungen seien in den vergangenen drei Wochen erfasst worden. Der Ausbruch wurde im März bekannt.

Die Sterblichkeit in Westafrika liegt demnach im Mittel bei 52 Prozent. Sie reicht von 42 Prozent in Sierra Leone bis zu 66 Prozent in Guinea. ´

Die Ebola-Epidemie könnte neun Monate dauern und die Zahl der Infizierten auf bis zu 20.000 steigen, heißt es in einem Notfallplan der WHO. Die Bekämpfung der Epidemie wird den Schätzungen zufolge im kommenden halben Jahr mehr als 370 Millionen Euro kosten. Ziel des Notfallplans ist es, dass die Infektionen in den besonders betroffenen Gebieten binnen drei Monaten nicht mehr steigen. Zudem müsse die Übertragung des Erregers in Haupt- und Hafenstädten gestoppt werden.