17. September 2012 - 17:16 Uhr

Experten warnen vor Sicherheitslücken

Rund 40 SMS verschickt jeder Deutsche pro Monat – das entspricht in den meisten Tarifen einem Wert von 7,60 Euro. Dabei lassen sich mit Smartphone-Apps Kurznachrichten komplett gratis verschicken, sogar mit Bildern und Videos. Eine zusätzliche SMS-Flatrate kann man sich somit also sparen.

WhatsApp, Datenschutz, Sicherheitslücke, Smartphone
Viele eigentlich harmlose Apps senden Daten wie Standort oder Telefonnummern.

Doch ausgerechnet beim beliebtesten SMS-Ersatz 'WhatsApp Messenger' warnen Experten vor eklatanten Sicherheitsmängeln: Wer mit der App in einem öffentlich zugänglichen Drahtlos-Netzwerk (WLAN), das etwa in Cafés angeboten wird, Nachrichten sendet, muss damit rechnen, dass Hobby-Spione mitlesen. Dafür reichen ein Android-Smartphone sowie eine spezielle Lausch-App, zeigt der Test von 'Computer Bild'.

Anbieter speichern Nutzerdaten

Fast alle Anbieter von Smartphone-Apps räumen sich zudem in den AGB und den Datenschutzklauseln das Recht ein, Nutzerdaten zu speichern, weiterzugeben oder für Werbung zu nutzen. 'WhatsApp' lädt beispielsweise das komplette Adressbuch vom Handy herunter. Was Datenschützer auf die Palme bringt, bedeutet jedoch auch praktische Vorteile. Denn so erhält jeder Nutzer gleich eine umfangreiche Liste an Bekannten, die den Dienst ebenfalls nutzen.'Shazam' kann seine Nutzer orten, obwohl es eigentlich nur Musik-Titel erkennen soll. Und wer bei 'Instagram' Fotos hochladen möchte, wird beim Anmelden um Zugriff auf private Email-Adressen gebeten.