536 Euro Masken-Entschädigung? - Wohl kaum!

WhatsApp-Kettenbrief macht sich über Maskengegner lustig

Whatsapp Kettenbrief sorgt für Ärger
© iStockphoto, lechatnoir

04. September 2020 - 12:27 Uhr

Kettenbrief beleidigt Maskengegner

Auf WhatsApp machen immer wieder Kettenbriefe die Runde. Manche teilen freundliche Nachrichten, andere verbreiten Fake News und Hassnachrichten. Das österreichische Online-Portal "Mimikama.at" berichtet jetzt von einem Kettenbrief, der Maskengegnern 536 Euro von der Regierung verspricht.

Wie nett: eine vermeintliche "Entschädigungsleistung"

Hinter dem vermeintlichen Amtsdeutsch versteckt sich das vermeintliche Versprechen, die Bundesregierung würde 536 Euro "Entschädigungsleistung" zahlen, um die Unannehmlichkeiten "hinsichtlich der gebotenen Mund-Nase-Bedeckungspflicht" zu entschädigen.

Ein Text, der das Herz vieler Masken-Kritiker sicherlich höher schlagen lässt.

Dieser Kettenbrief kursiert bei WhatsApp:

  • Mit dem Beschluss des Bundestages vom 04.08.2020 steht jedem Bürger aufgrund der Grundrechtsbeschränkungen hinsichtlich der gebotenen Mund-Nase-Bedeckungspflicht eine steuerfreie Einmalzahlung in Höhe von 536,00€ als Entschädigungsleistung nach $ 56 Absatz 2 des Infektionsschutzgesetzes zu. Das Geld steht ab dem 01.09.2020 zur Auszahlung bereit. Die Bundesregierung hat dafür auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums ein entsprechendes Antragsformular bereit gestellt, welches formlos auszufüllen ist. Aufgrund der zu erwarteten Antragsteller kann es zu Ausfällen der Reservekapazität und Verzögerungen bei der Auszahlung kommen. Hier der Link zum Formular: https://bit.ly/2TX7Eyy

Die wollen nur ärgern

Ist man von der Großzügigkeit angetan und klickt auf den Link zum angeblichen Formular, kommt man aber keineswegs zu einem offiziellen Dokument. Hinter dem Link versteckt sich ein Bild eines Gorillas, der den Mittelfinger in die Kamera hält.

Die Ersteller dieser Kettennachricht haben sich folglich zur Aufgabe gemacht, Maskenverweigerer zu ärgern. Wie bei allen Kettenbriefen gilt auch hier: Im Zweifel lieber nicht weiterschicken.