WhatsApp: Fake-Mail erschleicht sich Kreditkartendaten von Nutzern

14. Februar 2017 - 17:29 Uhr

"Ihr Konto ist abgelaufen"

Ein Leben ohne WhatsApp? Können sich die meisten kaum mehr vorstellen. Da kann die Nachricht, dass das eigene WhatsApp-Konto abgelaufen sei, schon mal ein wenig Panik auslösen. Aber keine Sorge: Die aktuell kursierende E-Mail, die Nutzer auffordert, ihr Abo zu verlängern, ist nichts anderes als ein übler Fake - und eine Betrugsmasche.

Wer eine E-Mail vom Absender 'info@whatsapp.de' erhält, sollte vorsichtig sein. Darin werden WhatsApp-User in schlechter deutscher Rechtschreibung darüber informiert, dass ihr Nutzer-Konto abgelaufen sei. Wer seine Daten, Bilder und Videos nicht verlieren möchte, dem wird geraten innerhalb von 24 Stunden sein Konto zu erneuern - und das kostenpflichtig. Zur Bezahlung der 'nur' 89 Cent pro Jahr ist die Eingabe der persönlichen Kreditkarteninformationen nötig. Wer jedoch auf die Forderungen der Fake-Mail reinfällt, hat seine Daten direkt in die Hände von Betrügern gegeben.

Grundsätzlich brauchen sich WhatsApp-User keine Sorgen zu machen: Da der Messenger-Dienst seit über einem Jahr überhaupt keine Gebühren verlangt, sind alle Accounts ohne zeitliche Begrenzung gültig. Da die E-Mail nur aus einem Bild besteht, ist auf die automatische Filterung in den Spam-Ordnern leider kein Verlass.

'Mimikama', ein Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, rät Verbrauchern, unter keinen Umständen seine Kreditkartendaten in das Fake-Formular einzugeben. Wer das dennoch macht, läuft Gefahr, dass die Informationen verkauft und missbraucht werden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung macht WhatsApp sicherer

Zur besseren Sicherung des Messenger-Dienstes hat WhatsApp nun eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) eingeführt. Die zusätzliche Verschlüsselung sorgt für eine weitere Sicherheitsebene bei der Anmeldung. Einmal pro Woche wird in Zukunft ein sechsstelliges Passwort vom User abgefragt, um seine Identität zu bestätigen. Bis die technische Umstellung auf die 2FA-Verschlüsselung alle 1,2 Milliarden WhatsApp-Nutzer erreicht hat, wird es noch einige Zeit dauern.

Die Einrichtung der Verschlüsselung funktioniert über die Menü-Einstellungen in WhatsApp. Unter Account findet sich der Punkt 'Verifizierung in zwei Schritten'. Dort muss ein sechsstelliger Code eingegeben werden. Wahlweise ist es zusätzlich möglich, seine E-Mail-Adresse zu hinterlegen. Diese Angabe ist ratsam, um das Passwort zurückzusetzen, falls man es vergisst. Weiß man seinen Code nicht mehr und hat keine E-Mail-Adresse angegeben, wird der eigene Account gesperrt.