WhatsApp-Chef Jan Koum kündigt neue E-Mail-Funktionen für den Messenger an

11. Mai 2016 - 14:52 Uhr

Statt E-Mail bald auch WhatsApp im Büro?

WhatsApp-Chef Jan Koum hat einige Details zur Zukunft des Messengers bekannt gegeben. WhatsApp hat die SMS praktisch im Alleingang verdrängt. Nun soll es auch der E-Mail an den Kragen gehen. Bereits seit einigen Wochen ist über WhatsApp der Versand von PDF-Dokumenten möglich. Weitere Dateiformate sollen folgen, sodass WhatsApp auch eine Alternative zur Büro-Kommunikation werden könnte. Koum selbst nutzt die App bereits für besonders wichtige Nachrichten: damit diese auch wirklich gelesen werden und weil sie nicht im Spam-Ordner landen können.

Statt E-Mail bald auch WhatsApp im Büro?
Statt E-Mail bald auch WhatsApp im Büro?
© dpa, Marc Müller

Spezial-Apps wie Trello und Slack sind nützlicher für den Büroalltag

Um die Büro-Kommunikation auch komfortabel zu gestalten, soll die Desktop-Version von WhatsApp demnächst verbessert werden. Aktuell funktioniert WhatsApp im Browser nur, wenn Sie ihr Smartphone eingeschaltet und mit dem Internet verbunden haben. Außerdem ist in der PC-Version bislang nur der Versand von Fotos und Videos möglich. Auch hier sollen bald PDF- und andere Dateiformate versendet werden können.

Bis auch große Unternehmen ihre Kommunikation hauptsächlich zu WhatsApp verlagern, müsste aber noch einiges passieren. E-Mail-Postfächer verfügen über unzählige Verwaltungsoptionen. Teamverwaltungs-Apps wie Trello oder Slack präsentieren bereits überzeugende Lösungen für die Kommunikation und Organisation im Büroalltag. Auch der Facebook Messenger kann schon lange Dateiformate aller Art verschicken.

Außerdem ergänzte Jan Koum, dass es keine Pläne gäbe den Messenger derart zu überladen, dass er etwa mit der unter Jugendlichen sehr populären App Snapchat mithalten könne. Auch iPad- oder Virtual Reality-Versionen von WhatsApp seien nicht in Planung. Man überlege allerdings, das Limit der Broadcast-Funktion raufzusetzen oder komplett abzuschaffen. Mit der Funktion können derzeit bis zu 256 Nutzer gleichzeitig erreicht werden.