Wettertrend für Deutschland vom 31.12.2016: Es wird ernst, die Kälte-Keule kommt

Einige Modelle berechnen eisekalte Temperaturen für den Zeitraum um Mitte Januar.
Einige Modelle berechnen eisekalte Temperaturen für den Zeitraum um Mitte Januar.
© dpa, Joerg Koch, jok jak

31. Dezember 2016 - 17:01 Uhr

Da kommt eine echte 'Eiszeit' auf uns zu

Wird ganz Europa schockgefroren? Möglicherweise stehen wir vor einem Kälteeinbruch, wie ihn Mitteleuropa seit Jahren nicht gesehen hat. Es ist vor allem das amerikanische GFS-Modell, dass zu dieser Spekulation größten Anlass gibt. Denn sowohl Haupt- als auch Kontrolllauf berechnen für die Zeit ab etwa dem Dreikönigstag bis Mitte Januar eisige Kälte für Deutschland.

Da sind satte Minusgrade berechnet

Wettertrend für Deutschland vom 31.12.2016: Es wird ernst, die Kälte-Keule kommt
Das sind die Berechnungen des amerikanischen GFS-Modells. Und da sieht es nach einer 'kleinen Eiszeit' in Mitteleuropa aus. Quelle: Wetterzentrale

Zunächst mal kommt Anfang der Woche der Wetterumschwung. Das steht ziemlich fest. Die Hochdrucklage verabschiedet sich, ein Tief greift von Norden kommend nach uns, die Luft wird feucht. 

Bis wie tief runter es schneit, steht noch nicht genau fest. Klar ist aber: die Mittelgebirge werden weiß. Es könnte sogar einen echten Wintertraum geben bei Dauerfrost und Schneefall. Schon jetzt liegt ja in den östlichen Mittelgebirgen eine gute Grundlage und da kommt dann noch ordentlich was drauf. Aber auch Sauerland und Schwarzwald können die Pistenraupen schon mal ölen.

So, jetzt kommen wir nochmal zum amerikanischen GFS-Modell. Rund um das erste Januar-Wochenende (7./8.) könnte demnach die Kälte-Keule zuschlagen. Das GFS berechnet Temperaturen, wie wir sie lange nicht gesehen haben. Grund könnte ein Hoch über dem Atlantik sein, dass die übliche Westdrift verhindert. Dafür würde dann dann eisige Luft aus Norden einströmen. Und die hätte satte Minusgrade im Gepäck. Ein Wetter, bei dem einem die Ohren abfrieren. Selbst für Köln im sonst stets warmen Westen Deutschlands wird Dauerfrost berechnet.

Minus 15 Grad wären keine Überraschung

Wenn man sich die mildesten Läufe anschaut, bleibt es vielleicht im Norden bei positiven Temperaturen, doch ab etwa der Mitte Deutschlands wird das Land zur Gefrierbox. Und wenn man nun den Blick auf die kältesten Läufe richtet, dann stellen sich einem schon mal prophylaktisch die Nackenhaare hoch, um die letzte Restwärme zu speichern: Denn da sehen wir Temperaturen von -15 Grad für den Süden und locker -5 für die Mitte. Locker. Bei Aufklaren und über Schnee können das auch -20 Grad werden. So eine Wetterlage gab es zuletzt im Februar 2012.

Wir reden hier über die Tage nach Dreikönig bis etwa zum 15. Januar. Das ebenfalls amerikanische CFS sieht die Entwicklung ähnlich. Auch da wird uns eine satte Eiseskälte prognostiziert. Das Wetter.de-Modell berechnet derzeit einen etwas milderen Januarverlauf, aber kalt wird es auch nach diesen Berechnungen. Dass es also wirklich winterlich wird und kein Ende dieser Kälte-Phase absehbar ist, ist ziemlich sicher. Also: Mütze und Handschuhe raus und den Winter genießen!

wetter.de/Oliver Scheel