Trockenheit bleibt ein Thema

Von wegen Abkühlung - nächste Woche wieder hitzig

30 Grad sind wieder mit dabei Hitze geht in die Verlängerung
01:37 min
Hitze geht in die Verlängerung
30 Grad sind wieder mit dabei

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von Björn Alexander und Karim Belbachir

40 Grad sind erneut auf den deutschen Wetterkarten zu sehen und das zum wiederholten Mal in diesem wirklich heißen und trockenen Sommer 2022. Damit verschärft sich die Dürresituation im Land weiter.

Im Video: Der Strömungsfilm für die nächsten 5 Tage – neue Hitze kommt

Höhepunkt der ersten August-Hitzewelle

Die Frage, die sich bei den ständig hohen Temperaturen stellt ist, ob die Hitze so unerträglich bleibt. Die Antwort auf die Frage gibt wetter.de-Meteorologe Björn Alexander: „Glücklicherweise bleibt sie nicht. Denn derzeit erleben wir den Höhepunkt dieser ersten Hitzewelle im August. Anschließend bleibt es dann zwar sommerlich warm bis heiß, aber diese krasse Hitze ist – nach aktuellem Stand – vorerst einmal nicht mehr in Sicht.“

Hitzespitzen bis September möglich

Höchsttemperaturen am Sonntag, 7. August in Deutschland
Gerade entlang des Rheins sind erneut heiße Temperaturen von 30 Grad und mehr drin am Sonntag.
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Momentan sind wir mitten in der heißesten Phase des Jahres, den sogenannten Hundstagen. Diese hält noch bis zum 23. August an. Und wenn man auf die Rekorde schaut, dann sind Spitzen mit mehr als 35 Grad sogar noch bis ins zweite Septemberdrittel möglich. Rekordmarken von 30 Grad und mehr haben die Wetterarchive ebenfalls noch bis ins erste Oktoberdrittel im Programm.

„Nur, dass die Hitze dann bei weitem nicht mehr so brachial und gespickt mit brühwarmen Tropennächten ist. Dann sind wir eben schon im Spätsommer beziehungsweise im Frühherbst, wohingegen wir jetzt noch voll im Hochsommer gefangen sind“, führt der Meteorologe fort.

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Aber selbst ohne neue Rekorde bleibt es warm, wie unser 42-Tage-Trend zeigt. Insbesondere für den Südwesten unseres Landes sind die Erholungsphasen zum Durchatmen kurz. Am Samstag wird es mit höchstens 29 Grad nämlich nicht mehr heiß, bevor es am Sonntag erneut auf Spitzen von 30 Grad und mehr raufgeht - ein Trend, der bis in die nächste Woche hinein bestehen bleiben wird. Dann sind am Rhein meistens 30 bis 34 Grad zu erwarten.

Sprunghafte Wetterlage

Mit den Temperaturen geht die Trockenheit einher, denn viel Regen fiel bisher nicht. Es sieht auch nicht so aus, als wenn mehr fallen wird. Die Dürre bleibt also neben der Hitze ein Dauerthema in diesem Sommer.

Die Wettercomputer, die ja mehrfach am Tag in die Zukunft schauen beziehungsweise die Trends immer wieder neu berechnen, bewerten die Regenlage für die kommenden zehn bis 14 Tage durchaus sprunghaft. Während es bei den Berechnungen am Mittwoch zwischenzeitlich wirklich verheerend aussah, was die Trockenheit angeht, leuchtet mittlerweile Licht am Ende des Tunnels. „Mit Glück könnte die Dauer-Hochdrucklage im zweiten Augustdrittel kippen. Das würde nennenswerten Regen zulassen“, sagt Alexander. Dieser Vorhersagen würden dann verbreitet um die 35 bis 50 Liter pro Quadratmeter zulassen – Richtung Alpen sogar bis zu 100 Liter. Damit könnte sich die Lage zumindest schon mal etwas entspannen.

Lese-Tipp: Ernteausfälle, ausgetrocknete Seen, Wasser-Konflikte: Wie uns Dürren beschäftigen werden

Wenn die Trockenheit zum Problem wird

Was passiert, wenn der doch nicht kommt erklärt der Wetterexperte auch: „Dann sieht es übel aus. Die letzten fünf Monate waren – abgesehen vom April – im landesweiten Durchschnitt zu trocken bis deutlich zu trocken. Eine Gemengelage, in der uns ein sonniger, heißer und trockener August gefühlt nochmals weiter in Richtung Wüste katapultieren würde.“

Das hätte neben weiteren Auswirkungen für die Land- und Forstwirtschaft und zusehends Folgen für andere Bereiche. Denken wir beispielsweise an die Schifffahrt, die weitere Einschränkungen hinnehmen müsste, wenn die Pegelstände nochmals deutlich und vor allem dauerhaft absinken würden. Analog beispielsweise zum Jahr 2018 als es Probleme bei den Öl- und Kraftstofftransporten auf dem Rhein gab.

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(bal, kfb)