Der Sturm im Glühweinglas

Wetter-Trend zum 2. Advent: Sturm am Sonntag - hier könnten Weihnachtsmärkte geschlossen werden

5. Dezember 2019 - 16:07 Uhr

Ungemütliches Weihnachtsmarktwetter - Schließung einzelner Märkte möglich

Am Wochenende kriegen wir die Sturm-Packung: Hoch "Sarena" zieht ab und dahinter rücken die Atlantiktiefs heran. Damit wird es sehr windig bis stürmisch. Selbst die großen Weihnachtsbäume auf den Märkten können dann ins Wanken geraten. Und nicht nur das: Weihnachtsmärkten droht sogar die Schließung.

Wo werden Weihnachtsmärkte vom Sturm getroffen?

Der Wind wird besonders am Sonntag stark auffrischen und Sturm-Charakter annehmen. "Wenn es dumm läuft, können für einzelne Weihnachtsmärkte die Warnschwellen für Sturm erreicht werden - speziell höher gelegene Märkte im Harz, in der Eifel und im Erzgebirge", so Häckl. Aber auch Märkte, die nicht in Stadtkernen liegen, sondern dem Wind offene Angriffsflächen geben, können vom Sturm getroffen werden. Es ist sozusagen der Sturm im Glühweinglas.

Schon bei geringeren Windgeschwindigkeiten können aufgestellte Weihnachtsbäume umkippen, Weihnachtsdekoration kann von den Hütten fallen, Schilder und größere Schirmständer können umfallen. Am Samstag sollte die Situation noch beherrschbar sein, am Sonntag können einzelne Märkte sicherlich aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.

Sind die Weihnachtsmärkte am Sonntag auf oder zu?

Eine zwingende Absage ab einer bestimmten Sturmstärke gibt es laut Oliver Krings, dem stellvertretenden Fachbereichsleiter vom Ordnungsamt Monschau, nicht. Das Gesetz überlässt es den zuständigen Stellen, ob bei Sturm oder anderen Wetterereignissen wie Hagel oder Starkregen eine Veranstaltung abgesagt wird.

Sollten offizielle Warnungen vom Deutschen Wetterdienst vor starken Sturmböen am Wochenende herausgegeben werden, setzen sich Marktleiter, die Einsatzleitung der Feuerwehr, möglicherweise der Sicherheitsingenieur und das Ordnungsamt zusammen und beraten je nach Lage, ob ein Weihnachtsmarkt geschlossen werden muss.

Das heißt für alle Weihnachtsmarktfreunde: Erst mal informieren, bevor es zum Glühweintrinken geht. In Monschau in der Eifel können sich die Weihnachtsmarktbesucher freuen, denn aufgrund der besonderen Tallage ist der Markt noch einmal ganz besonders vor Wind geschützt.

Glatteis in den Mittelgebirgen.
Winterdienst am Nikolaustag. In den Mittelgebirgen droht Blitzeis.
© dpa, Daniel Karmann, bsc

Sturm statt Schnee zum 2. Advent

Der Samstag wird wahrscheinlich noch der angenehmere Tag eines ziemlich unlustigen 2. Adventswochenendes – zwischen einzelnen Schauern kommt vor allem in der Mitte und im Süden auch die Sonne durch – der Wind ist zwar lästig, aber Sturmböen bleiben, am ehesten im Osten und im Bergland, die Ausnahme. Dazu recht milde 5 bis 11 Grad – fühlt sich weniger kalt an, weil die Nächte dann auch frostfrei sind.

Hier wird es am Wochenende ordentlich windig

Wind macht keine Pause

Am Sonntag rauscht direkt das nächste Sturmtief heran und sorgt dafür, dass es beim Wind keine Pause gibt. Somit müssen wir uns auch am 2. Advent verbreitet auf Windgeschwindkeiten von 40 bis 70 km/h einstellen. Das entspricht Windstärke 5 bis 8. Gleichzeitig zieht der alte Regen ostwärts ab, bevor die nächsten Regenwolken von Westen her folgen. Im Norden wird es hierbei sogar ziemlich nass. Die besten Chancen dass es länger trocken bleibt, bestehen aus heutiger Sicht am ehesten im Süden und im Südosten. Sonst erwartet uns Weihnachtsmarktwetter der ungemütlichen und unwinterlichen Art

Hier geht es zur aktuellen Windkarte

Erst in der neuen Woche wird es wieder kühler. Allerdings kommt die kältere Luft zum Wochenwechsel erneut mit einem stürmischen Wind daher.

Mehr Infos zum Fortgang des Winters finden Sie im 30 Tage-Trend.

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