Wetter: Kaltfront aus Grönland bringt uns den ersten Schnee

11. Oktober 2013 - 20:21 Uhr

Erster Schnee fällt auf dem Brocken

Die goldenen Herbsttage sind gezählt, denn jetzt kommt der erste Kälteeinbruch des Jahres. Tief 'Xenon' bringt uns erste Vorboten des Winters nach Deutschland. Dichte Wolkengebiete lassen der Sonne keine Chance mehr. Vielerorts bleibt es bei Grau in Grau, und dazu kommen noch kräftige Schauer und vereinzelt sogar Graupelgewitter.

Wetter: Kaltfront aus Grönland bringt uns den ersten Schnee
Schnee in Sicht: Auf dem Brocken (Sachsen-Anhalt) liegt der erste Schnee der Saison.
© dpa, Matthias Bein

Auf dem höchsten Berg Norddeutschlands, dem 1.141 Meter hohen Brocken im Harz, fiel der erste Schnee der Saison. Bei Temperaturen leicht unter Null Grad habe es in der Nacht zu Donnerstag geschneit, sagte ein Beobachter der Wetterstation. Der Brocken präsentiere sich "leicht überzuckert". Noch schneller als gedacht, ist die Schneefallgrenze am Alpenrand bis in die tiefen Lagen gesunken und der Schneefall hat bereits München erreicht. Ungewöhnlich: Dort fiel in diesem Jahr sogar früher Schnee als in Garmisch. Da die Schneefälle im südlichen Bayern über Nacht anhalten, ist am Morgen mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Die aus Grönland kommende Kaltfront drückt die Temperaturen in den kommenden Tagen ordentlich in den Keller – also Zeit, die Heizung einzuschalten. So richtig ungemütlich wird es dann aber am Freitag. So wird bereits in der Nacht im Osten und Südosten teils länger andauernder und besonders in Alpennähe ergiebiger Regen erwartet. Ab etwa 700 Meter kommt Schneeregen oder nasser Schnee herunter, und ganz im Süden ist auch in den Tallagen Schneeregen möglich. "Die Skifans dürfen sich freuen: In den Alpen kommen bis Freitag 50 Zentimeter Neuschnee zusammen", sagt RTL-Wetterexperte Christian Häckl.

Ungemütliches Wochenende steht uns ins Haus

Am Freitag lassen im Tagesverlauf die Niederschläge von Südwesten her zwar nach, doch vor allem im Süden bleibt es ungemütlich kalt – bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad. Der Regenschwerpunkt verlagert sich dann im Laufe des Freitags in Richtung Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. In den Mittelgebirgen wird es mit zehn bis 18 Grad deutlich milder, an der Ostseeküste zeigt sich gelegentlich auch mal die Sonne.

Mit Blick auf das Wochenende ändert sich an den trüben Aussichten nur wenig. Die Sonne lässt sich kaum blicken, Richtung Osten kann es auch mal länger trocken bleiben. De Rest Deutschlands muss sich mit einem Wolken-Regen-Mix arrangieren – und das alles bei ungemütlichen Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad.