Wettbetrugsverdacht beim Literaturnobelpreis

16. Februar 2016 - 9:08 Uhr

Die Staatsanwaltschaft in Schweden geht Gerüchten nach, wonach der Names des diesjährigen Literaturnobelpreisträgers schon vorab an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Das berichtete die schwedische Zeitung 'Expressen'. Offizielle Ermittlungen gab es aber zunächst nicht. Die Spekulationen kamen auf, weil Preisträger Tomas Tranströmer kurz vor der Bekanntgabe beim britischen Wettbüro Ladbrokes plötzlich der große Favorit geworden war.

"Es scheint so, als ob die Information nach draußen drang, kurz bevor der Gewinner verkündet worden ist", sagte Staatsanwalt Alf Johansson von der nationalen Antikorruptionseinheit. Nun werde geprüft, ob man Ermittlungen aufnehme.

Die Schwedische Akademie, die den wichtigsten Literaturpreis der Welt vergibt, zeigte sich überzeugt, dass es kein Informations-Leck gegeben habe. "Wir gehe keinem solchen Verdacht nach», sagte Jury-Chef Peter Englund der Zeitung 'Expressen'.