Westerwelle pocht in Kairo auf Demokratiefahrplan

15. Februar 2016 - 17:20 Uhr

Rund neun Wochen nach dem Sturz von Husni Mubarak will Außenminister Guido Westerwelle (FDP) heute (Dienstag) mit der Regierungsspitze über die Fortschritte beim Demokratisierungsprozess sprechen. Angesichts des jüngsten Zwischenfalls auf dem durch die Revolution bekanntgewordenen Tahrir-Platz will sich Westerwelle für Meinungs- und Demonstrationsfreiheit starkmachen.

Das Militär hat nach dem von Massenprotesten bewirkten Abgang Mubaraks am 11. Februar vorübergehend die Macht im Land übernommen. Im Herbst soll es Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geben. Nach seiner Ankunft am Montagabend entschloss er sich überraschend und abweichend vom Protokoll zu einem Rundgang durch die Altstadt von Kairo, um sich ein Bild vom Alltag der Menschen zu machen. Schon bei seinem ersten Besuch nach dem Sturz des rund 30 Jahre herrschenden Präsidenten Husni Mubarak im Februar war Westerwelle auf die Menschen zugegangen, damals besuchte er den Tahrir-Platz, das Zentrum der Protestbewegung.