Westerwelle: Keine Truppen für Mali

16. Februar 2016 - 9:02 Uhr

Außenminister Guido Westerwelle hat die Entsendung von deutschen Kampftruppen gegen islamistische Rebellen in Mali ausgeschlossen. Auch Waffenlieferungen stünden nicht zur Debatte, sagte er nach einem Treffen mit dem UN-Sondergesandten für die Region, Romano Prodi, in Berlin.

Gedacht werde stattdessen an Training und Ausbildung der Streitkräfte in Mali. "Es geht eventuell auch darum, wie wir logistisch, technisch und auch finanziell helfen", sagte Westerwelle weiter. Alle Operationen müssten unter afrikanischer Verantwortung stehen. Auch die politische Unterstützung der Nachbarländer, vor allem Algeriens, sei notwendig. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor die Bereitschaft Deutschlands erklärt, sich an einer europäischen Unterstützung für den Kampf der malischen Regierung gegen die Rebellen zu beteiligen.