Werner rechnet mit weiterem Anstieg der Arbeitslosigkeit

Heike Werner (Die Linke), Gesundheitsministerin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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30. April 2020 - 14:12 Uhr

Arbeitsministerin Heike Werner (Linke) rechnet mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in Thüringen. "Ich gehe davon aus, dass durch das sukzessive Wiederanfahren der Wirtschaft und die Überbrückung durch Kurzarbeit der Anstieg der Arbeitslosenzahlen zwar gebremst wird, aber die Krise wird uns lange Zeit beschäftigen", erklärte sie am Donnerstag in Erfurt. Das volle Ausmaß werde sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Nach Ansicht Werners hat sich das Instrument der Kurzarbeit erneut bewährt - andernfalls wären die Arbeitslosenzahlen stärker gestiegen.

"Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem nie dagewesen Ausnahmezustand", resümierte der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen Michael Rudolph. Die Möglichkeit der Kurzarbeit habe verhindert, dass es im großen Stil zu Massenentlassungen gekommen sei. Jetzt müsse branchenbezogen geprüft werden, welche weiteren Hilfen zur Rettung notwendig seien. Viele Betriebe seien bereit, ihre Arbeitskräfte zu halten, betonte die Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, Cornelia Haase-Lerch. Dazu sei aber Planungssicherheit nötig: "Diese muss die Politik mit einem konkreten Terminplan für eine Rückkehr aller Branchen ins Wirtschaftsleben liefern."

Quelle: DPA