2019 M02 26 - 8:33 Uhr

Hollywood Blog von Claudia Oberst

Für "Werk ohne Autor" hat es bei den Oscars nicht zum ersten Platz gereicht. Die Preisverleihung steckte voller Überraschungen.

Warum das deutsche Team leer ausging

ARCHIV - 27.09.2018, ---: HANDOUT - Tom Schilling als Kurt Barnert in einer Szene des Films "Werk ohne Autor" (undatierte Filmszene). Der Film startete am 03.10.2018 in den deutschen Kinos. (zu dpa "Deutscher Beitrag «Werk ohne Autor» für Oscar nomin
Tom Schilling als Kurt Barnert in "Werk ohne Autor".
© dpa, -, cse sab

Wie schade, Florian Henckel von Donnersmarck und seine "Werk ohne Autor"-Truppe mussten ohne Oscar das Dolby Theatre in Hollywood verlassen. Das mexikanische Drama "Roma", das als Favorit galt, holte sich den Goldjungen.

Bei der Deutschen Afterparty waren die Schauspieler Tom Schilling, Saskia Rosendahl und Sebastian Koch allerdings kein bisschen enttäuscht. Tom, der total entspannt rüberkommt, hat mir erzählt, dass sein Herz dann doch schneller geschlagen hat, als er im Dolby Theatre in Hollywood saß. Warum hat es für "Werk ohne Autor" nicht geklappt? "'Roma' ist eine Netflix-Produktion. Die hatten ein richtig großes Marketingbudget und konnte den Film pushen", erklärte Tom. "Ich bin kein bisschen enttäuscht. Wer ist schon für einen Oscar nominiert?!", verriet mir Saskia, die den Nachmittag total emotional und spannend fand. Sebastian Koch fand es spannend, zwölf Jahre nach der Nominierung von "Das Leben der Anderen" mal wieder bei der Verleihung dabei zu sein.

Beste Hauptdarstellerin: Olivia Colman sticht Favoritin Glenn Close aus

Olivia Colman, winner of Best Actress for The Favourite, appears backstage with her Oscar during the 91st annual Academy Awards at Loews Hollywood Hotel in the Hollywood section of Los Angeles on February 24, 2019. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY
Olivia Colman gewinnt den Oscar als "Beste Hauptdarstellerin".
© imago/UPI Photo, JOHN ANGELILLO, imago stock&people

Die 91. Oscar-Verleihung hielt einige Überraschungen bereit. Statt Favoritin Glenn Close gewann die Britin Olivia Colman ("The Favourite - Intrigen und Irrsinn)" in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin". Sowohl Olivia als auch ihrer Filmpartnerin Emma Stone liefen Tränen über's Gesicht, als die Entscheidung verkündet wurde.

Standing Ovations für Lady Gaga und Bradley

Apropos Tränen, die flossen auch bei Lady Gaga und zwar in Mengen. Ihr Hit "Shallow" ist das beste Filmlied. Auf der Bühne öffneten sich bei Gaga alle Dämme. Zuvor hatte sie an der Seite von Bradley Cooper die Funken fliegen lassen - mal wieder! Am Klavier sang das Duo "Shallow" und sorgte mit tiefen Blicken und vermeintlich zärtlichen Gesten für Aufregung auf Twitter. Ich hatte euch ja schon berichtet, dass Gerüchte um eine Turteilei der zwei nicht abreissen. Der Auftritt war übrigens das Oscar-Highlight von Tom Schilling!

"Green Book - Eine besondere Freundschaft" wird bester Film

"Green Book - Eine besondere Freundschaft" wurde zum Film des Jahres gekrönt. Das kommt überraschend, denn zuletzt hatten das Werk und Drehbuchautor Nick Vallelonga mit viel Kritik zu kämpfen. "Green Book"-Darsteller Mahershala Ali gewann in der Kategorie "Bester Nebendarsteller." "Bester Hauptdarsteller" wurde Rami Malek für seine Rolle als Freddie Mercury in dem Biopic "Bohemian Rhapsody".

Die deutsche Truppe feierte bis nach Mitternacht im Mondrian Hotel und hatte Spaß, Oscar hin oder her.