Angesichts hoher Corona-Infektionsraten

Jens Spahn nimmt Familienfeiern in den Blick

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, aufgenommen vor einer Fraktionssitzung im Bundestag in Berlin, 02.04.2019. B
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, aufgenommen vor einer Fraktionssitzung im Bundestag in Berlin, 02.04.2019. B
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18. August 2020 - 9:28 Uhr

Jens Spahn will Feiern im Blick behalten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor dem Hintergrund steigender Corona-Zahlen vor allzuviel Sorglosigkeit bei Feiern. Es gebe mehr Ansteckungen durch Reiserückkehrer, es gebe im ganzen Land aber auch lokale Ausbrüche, die meist mit größeren Feiern zusammenhingen. "Das ist das, was wir im Blick haben müssen, über das Reisen hinaus", betonte der CDU-Politiker im ZDF.

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Spahn: Wachsam sein, aber nicht in Endzeitstimmung

Kitas, Schulen, Wirtschaft und Handel müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung Vorrang haben vor öffentlichen oder privaten Feiern. Man müsse miteinander abschichten, was jetzt Priorität habe und wo man sich noch Zeit lassen könne mit weiteren Lockerungen oder wo man im Fall der Fälle zuerst ansetzen müsse, sagte Spahn bei einem Video-Pressegespräch.

Es gebe Dinge, auf die könne man mal verzichten, sagte er mit Blick auf Volksfeste. Bei Familienfeiern müsse man noch einmal schauen, ob man das jetzt in dieser Phase nur im engeren oder engsten Familien- und Freundeskreis mache. Es gehe vor allem um diese Bereiche, "wenn wir gesellig werden", wo sich das Virus besonders schnell verbreite.

Zu den Infektionszahlen sagte der Gesundheitsminister: "Ich bin sehr dafür, dass wir wachsam und aufmerksam sind, ernsthaft, aber auch nicht in Endzeitstimmung. Bis hierhin können wir damit umgehen. Besorgniserregend wäre, wenn es weiter steigt und dafür müssen wir abstufen, was ist jetzt zuerst wichtig."

Übersetze man die Worte des Bundesgesundheitsministers, dann bedeuten sie: Wir stehen kurz vor einer Rolle rückwärts, schätzt unsere Reporterin Franca Lehfeldt in Berlin die Lage ein. Zu erklären sei die Warnung Spahns mit aktuellen Corona-Werten, wie es sie zuletzt in Lockdown-Zeiten gab. Mehr dazu im Video.

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