Wer wird unser nächster Kanzler?

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Merz und Habeck

17. Februar 2020 - 10:34 Uhr

Merz (CDU) und Habeck (Grüne) liegen im Trendbarometer nah beieinander

Wen würden die Deutschen zum Kanzler machen, wenn sie die Person direkt wählen könnten? Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv liefern sich Friedrich Merz (CDU) und Robert Habeck (Grüne) gerade ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Merz liegt knapp vorne mit 31 Prozent, Habeck würden laut Umfrage 30 Prozent der Deutschen wählen. 39 Prozent würden sich für keinen der beiden entscheiden.

Habeck punktet bei jüngeren Wählern und Frauen

Friedrich Merz
31 Prozent der Deutschen würden derzeit Friedrich Merz zum Kanzler wählen.
© dpa, Christian Charisius, chc tba jai

Merz liegt in den Umfragewerten damit deutlich vor Annegret Kramp-Karrenbauer. In den letzten Wochen wollten sie nur noch 16 Prozent der Deutschen als Nachfolgerin von Angela Merkel. Kurz nach ihrer Wahl zur CDU-Vorsitzenden waren es noch 43 Prozent gewesen.

RTL/ntv-Trendbarometer: Nur 20 % der 18- bis 29-Jährigen würden Merz zum Kanzler wählen

 Robert Habeck
Robert Habeck kommt laut RTL-Trendbarometer im Moment auf 30 Prozent der Stimmen.
© imago images/Hartenfelser, Peter Hartenfelser via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Merz gefällt laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer vor allem Älteren, Männern und den Bürgern, die sich selbst als "rechts" einstufen. Habeck hingegen kommt bei Frauen, jungen Leuten und Mitte-Links-Wählern gut an. Nur 20 Prozent der 18- bis 29-Jährgen würden Merz zum Kanzler wählen. Für die CDU ist es allerdings wichtig, gerade diese Gruppe anzusprechen. Statistisch gesehen verlieren die Christdemokraten nämlich jedes Jahr rund 270.000 ihrer älteren Wähler. Sie sterben der Partei förmlich weg.

Grüne nur noch drei Prozentpunkte von der Union entfernt

Wäre jetzt Bundestagswahl könnten die Parteien mit folgendem Wahlergebnis rechnen:

  • CDU/CSU: 27 Prozent (Bundestagswahl 32,9%)
  • SPD: 14 Prozent (20,5%), FDP 6 Prozent (10,7%)
  • Grüne: 24 Prozent (8,9%)
  • Linke: 10 Prozent (9,2%)
  • AfD: 11 Prozent (12,6%).
  • Sonstige: 8 Prozent (5,2%)
  • Unentschlossen/Nichtwähler: 20 Prozent (Nichtwähler 2017: 23,8%)

Demzufolge wären derzeit zwei mögliche Regierungskoalitionen denkbar: Schwarz-Grün vereint 51 Prozent der Wählerstimmen und Grün-Rot-Rot 48 Prozent. Realistische Chancen, einen Kanzler zu stellen, hätten also derzeit nur die CDU und die Grünen. Noch haben beide Parteien aber keinen Kandidaten aufgestellt.