Wer kifft und trinkt, gefährdet Lappen - auch ohne Autofahrt

Bei Mischkonsum von Cannabis und Alkohol droht der Führerschein-Entzug.
Bei Mischkonsum von Cannabis und Alkohol droht der Führerschein-Entzug.
© Sven Weber - Fotolia

26. November 2013 - 11:33 Uhr

Urteil: Führerschein auch ohne Autofahrt weg

Bei Mischkonsum von Cannabis und Alkohol droht der Führerschein-Entzug – selbst dann, wenn man sich nie berauscht hinter das Steuer gesetzt hat. Das hat nun das Bundesverwaltungsgericht Leipzig entschieden und damit die Klage eines Mannes aus der Oberpfalz abgewiesen.

Der 31-Jährige war die Fahrerlaubnis entzogen worden, weil er laut einem ärztlichen Gutachten gelegentlich einen Joint rauche und nach eigenen Angaben auch alle paar Tage ein Bier trinke. Die Behörde sah darin einen Mischkonsum von Cannabis und Alkohol, der laut Fahrerlaubnisverordnung zum Verlust des Führerscheins führt. Sie unterstellt nämlich, dass sich jener Mischkonsument früher oder später in diesem Zustand ans Steuer setzen werde.

Zwar hatte der Mann zuvor angegeben, seit geraumer Zeit auf den Konsum von Cannabis zu verzichten, da er aber der Aufforderung, seine Fahreignung mittels eines medizinisch-psychologischen Gutachtens nachzuweisen, nicht nachgekommen war, könne auf eine mangelnde Fahreignung geschlossen werden, argumentierte die Behörde.