Wer hat Köttbullar erfunden? Die Schweden offenbar nicht!

© dpa, Julian Stratenschulte, jst cul htf jai

22. Mai 2018 - 14:59 Uhr

Wie, nicht aus Schweden?!

Ein Besuch bei Ikea ohne Köttbullar ist für viele Menschen wie Silvester ohne Feuerwerk. Jeder liebt das schwedische Nationalgericht – doch wer hätte das gedacht: die leckeren Mini-Buletten kommen gar nicht aus Schweden!

König Karl XII. brachte das Rezept mit nach Hause

Das Köttbullar-Geständnis legten die Schweden persönlich auf ihrem offiziellen Twitter-Account ab: die sind gar nicht schwedisch! Doch wer hat diese herzhafte Leckerei dann erfunden? Die Türken waren es. Köttbullar sind tatsächlich eine Weiterentwicklung der türkischen Köfte.

"Schwedische Fleischbällchen basieren eigentlich auf einem Rezept, das König Karl XII. im 18. Jahrhundert aus der Türkei mit nach Hause gebracht hat. Lasst uns das mal ehrlich sagen!" - damit lassen die Schweden die Katze aus dem Sack.

Die Unterschiede zwischen Köfte und Köttbullar

Köfte werden aus Lamm- oder Rindfleisch gemacht, Köttbullar aus Schweine- oder Rindfleisch. Auch bei der Zubereitung gibt es Unterschiede: Köfte werden vor dem Braten leicht platt gedrückt, Köttbullar bleiben rund. Angereicht werden Köfte mit Salat, Reis und Brot – Köttbullar mit Kartoffelbrei, Preiselbeer-Soße und manchmal auch mit Gurkensalat.

Damit ist das gängige Klischee der Köttbuller-Herkunft aus dem Weg geräumt. Die Verbindung zu Ikea - zu Schweden - wird den Menschen wohl aber nicht so schnell aus den Köpfen gehen.

Falls Sie Köttbullar einmal selber machen möchten, haben wir hier leckere Rezepte für Sie - und für Köfte ntürlich auch!