"Wer Allahu Akbar ruft, wird erschossen" – Venedigs Bürgermeister sagt Terroristen den Kampf an

Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, kündigte einen harten Kurs gegen Terroristen an.
Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, kündigte einen harten Kurs gegen Terroristen an.
© picture alliance / dpa, Alvise Armellini, tba

25. August 2017 - 19:48 Uhr

Drastische Maßnahmen

Der Bürgermeister von Venedig hat die Nase voll von Terroristen. Darum will er nun zu drastischen Maßnahmen greifen. "Wer auf den Markusplatz läuft und Allahu Akbar ruft, wird sofort erschossen", erklärte Luigi Brugnaro laut Medienberichten.

"Sie sagen doch, dass sie Allah treffen wollen"

Nach dem jüngsten blutigen Anschlag in Barcelona, hat der 55-Jährige offenbar Sorge, dass auch Venedig – seit je her ein beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt – ins Visier der Terroristen rücken könnte. Um seine Stadt zu schützen, ist dem Bürgermeister jedes Mittel recht.

"Sie sagen doch, dass sie Allah treffen wollen, also schicken wir sie direkt zu ihm", zitierte die britische Zeitung 'The Sun' Brugnaro. "Wir erschießen sie einfach." Er kündigte an, den Markusplatz von Scharfschützen bewachen zu lassen, die im Ernstfall handeln sollen.

Bürgermeister löst heftige Diskussionen aus

Mit dieser Ankündigung löste der Politiker heftige Diskussionen aus, denn nicht alle Bürger sind mit so drastischen Maßnahmen einverstanden. Während die einen gut finden, dass endlich jemand hart durchgreift, finden die anderen, dass Brugnaro mit seinen provokanten Äußerungen religiöse Gefühle verletzt. Erst schießen, dann Fragen stellen – ob das mit rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar ist, ist auch eher fraglich.

Die Sicherheitslage in Venedig ist angespannt. Erst vor wenigen Monaten wurden mehrere Männer verhaftet, die vorhatten, die Rialtobrücke, ein Wahrzeichen der Stadt, in die Luft zu sprengen, erklärte der Bürgermeister. In wenigen Tagen startet außerdem das weltberühmte Filmfestival in der Stadt, zu dem zahlreiche ausländische Gäste und Prominente anreisen. Bei so viel internationaler Aufmerksamkeit, will Brugnaro offenbar kein Risiko eingehen und setzt auf Abschreckung.