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Weniger ausländische Studienanfänger: Einschreibungen stabil

Studierende sitzen in einem Hörsaal. Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild
Studierende sitzen in einem Hörsaal. Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

08. April 2021 - 8:39 Uhr

Potsdam/Eberswalde (dpa/bb) - Die Corona-Krise hat die Zahl ausländischer Studienanfänger an Brandenburgs Hochschulen einbrechen lassen - die Einschreibungen blieben allerdings nahezu stabil. Nach einer Schätzung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ging die Zahl internationaler Studienanfänger im vergangenen Sommer- wie im Wintersemester stark zurück. Laut Statistischem Bundesamt waren es im Sommersemester 2020 mit rund 450 über 43 Prozent weniger als im Sommersemester 2019. Laut DAAD waren allerdings mit 7817 insgesamt im Sommersemester 2020 etwas mehr Studenten aus dem Ausland eingeschrieben als 7808 im Vorjahreszeitraum.

"Die Reisebeschränkungen ab Frühsommer 2020 haben die Zahl der internationalen Studienanfänger vor Ort in allen Bundesländern zurückgehen lassen", sagte DAAD-Sprecher Michael Flacke. Gleichzeitig ermöglichten es die Hochschulen aber, das Studium auch digital zu beginnen. Viele Studentinnen und Studenten hätten nach einem Bachelor direkt einen Master angehängt oder ihre Abschlussprüfungen wegen Corona verschoben. Die Pandemie sorge dafür, dass weniger Studenten auf dem Campus präsent seien, das habe wegen digitaler Lehrangebote aber kaum Auswirkungen auf die Immatrikulationszahlen.

An der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) sind die Neueinschreibungen ausländischer Studenten trotz der Pandemie gestiegen. Das sei weniger auf Corona zurückzuführen, sagte Sprecherin Johanna Köhle. "Hier spielen vor allem unser international ausgerichtetes Studienangebot und neue Partnerschaften eine entscheidende Rolle." Die HNEE hätte noch mehr internationale Studenten aufnehmen können, wenn sie nicht an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen wäre, sagte sie.

Auch die Universität Potsdam bleibt für Studenten aus dem Ausland interessant - nach Uni-Angaben unter anderem wegen digitaler Angebote. Im vergangenen Wintersemester verbrachten dort laut Sprecherin Silke Engel 96 Studenten aus dem Ausland ein Semester, das sei ähnlich wie im Wintersemester 2019/2020. "Studierende, die nicht nach Deutschland kommen können oder möchten, erhalten an der Universität Potsdam die Möglichkeit, online zu studieren", sagte Engel. Auch die Betreuung, die Sprechstunden und Einführungsveranstaltungen fänden online statt.

"Die Studierenden-Austauschprogramme laufen grundsätzlich weiter", sagte Marita Müller, Sprecherin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus?Senftenberg (BTU). Die Zahl der an der BTU studierenden Ausländer habe sich ähnlich wie bei den im Ausland lernenden BTU-Studenten in der Corona-Pandemie etwa halbiert. Sonst seien immer bis zu 130 internationale Studenten für ein bis zwei Semester an der BTU gewesen.

© dpa-infocom, dpa:210408-99-123185/2

Quelle: DPA

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