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Weniger Apotheken in Hessen

Gesundheitsbranche

Weniger Apotheken in Hessen

Apotheke
Ein Apothekenzeichen ist am Eingang einer Apotheke angebracht.
Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Apotheken geht in Hessen zurück. Gerade in den kreisfreien Städten im Land zeige sich der bundesweite Trend zur Konsolidierung in der Branche, teilte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden mit. Eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln einschließlich der Notfallversorgung sei hessenweit durch öffentliche Apotheken aber derzeit gesichert.

Die Apothekendichte unterliege regionalen Schwankungen je nach Einwohnerzahl, Ausdehnung sowie Struktur von Städten und Landkreisen, erklärte der Minister. In ländlichen Gebieten sei die Entfernung zu den nächstgelegenen Apotheken wegen der niedrigeren Besiedlungsdichte in der Regel größer als im städtischen Bereich. Im Jahr 2021 hätten die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Wetteraukreis die niedrigste Apothekendichte in Hessen aufgewiesen.

Derzeit existierten 1407 öffentliche Apotheken in Hessen, teilte Klose mit. Im vergangenen Jahr habe die Zahl bei 1412 und ein Jahr zuvor bei 1420 legen. Im Jahr 2017 hatte es noch 1485 Apotheken in Hessen gegeben. Bundesweit sei eine Tendenz zu großen Apotheken, die über bis zu drei Filialen verfügen, zu Lasten von kleineren Betrieben zu beobachten. Aufgrund der Niederlassungsfreiheit für Apotheken dürfe überall und jederzeit eine Apotheke gegründet werden, sofern die entsprechenden Gesetze befolgt werden, erklärte der Minister. Eine direkte Steuerung durch die Landesregierung sei nicht möglich.