Wenig Corona-Fälle: Krankenhäusern wieder in Normalbetrieb

Eine Virologin untersucht Proben auf das Coronavirus. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild
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29. Mai 2020 - 16:10 Uhr

Wegen des niedrigen Infektionsgeschehens sind von Montag an Behandlungen in Hamburger Krankenhäusern wieder ohne Einschränkungen möglich. "Die aktuelle Lage erlaubt es uns, die Regelversorgung in Hamburgs Krankenhäusern wieder hochzufahren", sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Freitag. Zurzeit würden nur 30 Hamburger mit einer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern behandelt.

Es sollten keine Überkapazitäten für Covid-19-Patienten zu Lasten der übrigen Versorgung reserviert werden. "Sollte es in Hamburg zu einer veränderten Infektionsentwicklung kommen, können wir schnell reagieren und Covid-19-Betten zügig wieder ausbauen", sagte die Senatorin.

Auf den Intensivstationen müssten nur noch zehn Prozent der Betten (insgesamt 90 Betten) für Covid-19 Patienten freigehalten werden statt wie bisher 25 Prozent (200 Betten). Auf Hamburgs Normalstationen (außer Psychiatrie) müssen zwei Prozent aller Betten freigehalten werden (rund 200 Betten) statt wie bisher zehn Prozent (1000 Betten).

Die Krankenhäuser müssten weiterhin sicherstellen, dass am Coronavirus erkrankte Patienten räumlich und personell strikt von nicht infizierten Patienten getrennt werden. Darüber hinaus müsse gewährleistet sein, dass ausreichend Schutzkleidung für das Personal und auch für betroffene Patienten vorhanden ist und dass alle neu aufgenommenen Patienten auch ohne Symptome auf Covid-19 getestet werden. Für diese Testungen werden die Krankenhäuser ein Zusatzentgelt zur Kostendeckung von den Krankenkassen erhalten.

Die Hamburger Schulsporthallen stehen ab Dienstag nach Pfingsten wieder für die Nutzung durch die Hamburger Sportvereine zur Verfügung. Diese können die Hallen dann wochentags ab 17.00 Uhr nutzen, teilte die Behörde außerdem mit.

In Hamburg liegt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus seit rund einer Woche im niedrigen einstelligen Bereich. Am Freitag wurden vier neue Fälle bestätigt. Damit sei die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf nunmehr 5075 gestiegen. Die Behörde geht von rund 130 aktuell infizierten Hamburgern aus. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4700 der zuvor mit dem Sars-CoV-2-Virus positiv getesteten Menschen als genesen betrachtet werden.

246 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des Robert Koch-Instituts gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang bei 222 Personen eine Covid-19-Infektion als Todesursache feststellen.

Quelle: DPA