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Weltweites Entsetzen: Das sagen Politiker nach den Anschlägen in Brüssel

Weltweites Entsetzen: Das sagen Politiker nach den Anschlägen in Brüssel

"Schwarzer Tag für Europa"

Mit Trauer, Entsetzen und Entschlossenheit haben Politiker aus aller Welt auf die Anschläge in Brüssel reagiert. Mindestens 26 Menschen kamen bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen und in einer Metro-Station ums Leben, Dutzende Menschen wurden schwer verletzt.

Frankreichs Präsident Francois Hollande (links) mit Ministerpräsident Manuel Valls
Frankreichs Präsident Francois Hollande (links) mit Ministerpräsident Manuel Valls im Elysee Palast in Paris
REUTERS, GONZALO FUENTES

"Die schrecklichen Verbrechen, die so viele Opfer gefordert haben, verurteile ich auf das Schärfste", sagte Bundespräsident JOACHIM GAUCK kurz nach den Anschlägen. "Deutschland steht angesichts dieser terroristischen Gewaltakte an der Seite Belgiens. Gemeinsam werden wir unsere europäischen Werte, Freiheit und Demokratie, verteidigen."

Unbeugsam gegenüber den Attentätern und solidarisch gegenüber der belgischen Bevölkerung – so reagierte auch SIGMAR GABRIEL, deutscher Vizekanzler und SPD-Chef: "Deutschland trauert in diesen schweren Stunden gemeinsam mit der belgischen Bevölkerung. Der Terror wird Europa nicht dazu bringen, von den Werten der Humanität, der Offenheit und Freiheit abzurücken."

Bundesjustizminister HEIKO MAAS sprach von einem schwarzen Tag für Europa. Die Terroristen hätten bewusst Brüssel als Ort des Anschlags auswählt, um ganz Europa zu treffen, sagte Union-Fraktionschef VOLKER KAUDER.

Internationale Reaktionen auf die Anschläge

Entsprechend reagierten auch Politiker in anderen europäischen Ländern mit Entsetzen auf die Anschläge in der europäischen Hauptstadt. Die Werte der westlichen Welt lägen nach den Explosionen in Trümmern, sagte Polens Regierungschefin BEATA SYZDLO in Warschau. Nach Angaben des polnischen Außenministeriums wurden bei den Anschlägen auch zwei Polen verletzt.

Der niederländische Ministerpräsident MARK RUTTE sprach von "vorsätzlichem Mord". Frankreich Präsident FRANÇOIS HOLLANDE betonte, dass Frankreich und Belgien erneut durch das Grauen verbunden seien und rief zum Kampf gegen den Terror auf: "Der Krieg gegen den Terrorismus muss in ganz Europa geführt werden und mit den notwendigen Mitteln, insbesondere im Bereich der Nachrichtendienste." Bei Anschlägen in der französischen Hauptstadt waren im November 130 Menschen ums Leben gekommen.

Rückendeckung bekommt Hollande von EU-Ratspräsident DONALD TUSK: "Die EU […] übernimmt Verantwortung, um Brüssel, Belgien und Europa als Ganzes gegen die terroristische Bedrohung zu helfen, der wir alle gegenüberstehen." Gehe man nicht radikal gegen die Terroristen vor, stehe die Zukunft des menschlichen Zusammenlebens auf dem Spiel, formulierte Italiens Staatspräsident SERGIO MATTARELLA scharf.

US-Präsident BARACK OBAMA hat Belgien und den

Europäern die Unterstützung seines Landes beim Kampf gegen den

Terror zugesagt. Die "abscheulichen Anschläge" seien ein Zeichen dafür, dass die Welt zusammenstehen müsse, sagte er in Havanna.