Kann ich meinen Asien-Urlaub stornieren?

Weltweiter Coronavirus-Alarm: Ralf Benkö erklärt, was Reisende jetzt wissen müssen

"Task-Force Infektiologie" am Flughafen
© dpa, Sven Hoppe, shp jai

31. Januar 2020 - 9:24 Uhr

RTL-Urlaubsexperte Ralf Benkö gibt die wichtigsten Antworten

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus, weltweit sind die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft. Auch wenn sich die Infektionszahlen außerhalb Chinas in Grenzen halten und der Verlauf der Coronavirus-Erkrankung einer Grippe ähnelt, stellen sich auch in Deutschland viele Menschen die Frage: Kann ich in der nächsten Zeit überhaupt noch nach Asien fliegen? RTL-Urlaubsexperte Ralf Benkö gibt die wichtigsten Antworten:

Kann ich jetzt nach Asien fliegen?

Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor Reisen in die am stärksten betroffene Provinz Hubei. Für Asien generell gibt es bisher keine generellen Einschränkungen oder Warnungen. Nicht notwendige Reisen sollte man aber nach Möglichkeit verschieben. In anderen asiatischen Länder geht es dagegen deutlich entspannter zu, so Ralf Benkö.

"Mein Tipp wäre, als Asien-Reisender die nächsten Entwicklungen zu beobachten. Ganz besonders wichtig ist das jedenfalls für China-Reisende, weil es dort auch schon gewisse Einschränkungen in der Reise- und Bewegungsfreiheit vor Ort gibt."

Was ist, wenn ich schon gebucht und jetzt Angst habe?

Einzelne Veranstalter bieten Pauschalreisenden mit Ziel China schon kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen an. Grundsätzlich gilt bei Pauschalreisen, dass man erst dann wegen höherer Gewalt ohne Stornogebühren kündigen kann, wenn für die konkret geplante Reise gravierende Beeinträchtigungen oder Risiken zu erwarten sind.

Man muss das also im Einzelfall betrachten. Die Lufthansa hat es ihren Crews auf China-Flügen jetzt freigestellt, einen Mundschutz zu tragen, wenn es Einzelne wünschen. Ansonsten solle man vor Ort erhöhte Hygienemaßnahmen beachten. Die Bewertung für China kann sich allerdings im Augenblick auch kurzfristig weiter ändern, es kann weitere Updates der Risikobeurteilungen geben.

Reiseveranstalter reagieren auf China-Reisen

Tui-Kunden, die in den nächsten zwei Wochen eine China-Reise geplant haben, können gebührenfrei auf einen anderen Reisetermin umbuchen. Aktuell hat Tui nach eigenen Angaben nur wenige Gäste in dem Land. Hauptreisezeit ist der Sommer. "Wir stehen weiterhin in Kontakt mit den Behörden und beobachten die Situation genau", sagte eine Sprecherin.

DER Touristik bietet kostenlose Stornierungen und Umbuchungen für China-Reisen mit Abreisetermin bis 31. März an. Die Veranstaltermarken Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen haben das Reich der Mitte im Programm. Aktuell ist eine knapp dreistellige Anzahl von Gästen in dem Land unterwegs. Sie würden mit SMS und Aushängen in den Hotels auf dem Laufenden gehalten, erklärte DER Touristik. Man beobachte die Lage genau.

Gäste der FTI Group können nach Angaben des Veranstalters Trips mit Abreisedatum bis einschließlich 21. Februar kostenfrei umbuchen oder stornieren.

Studiosus sagte unterdessen Reisen in das Land bis einschließlich 15. April ab. "Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Lage-Verschlechterung und der Verschärfung der Reisehinweise des Auswärtigen Amtes sehen wir derzeit keine Möglichkeit, geplante Chinareisen durchzuführen", teilte der Anbieter auf seiner Homepage mit. Mit einer raschen Entspannung werde nicht gerechnet.