Weltweit 62 Millionen Kinder in Not

Wegen Epidemien, Naturkatastrophen und Kriegen benötigt Unicef 2015 so viel Geld wie nie zuvor.
Wegen Epidemien, Naturkatastrophen und Kriegen benötigt Unicef 2015 so viel Geld wie nie zuvor.
© dpa, Inga Kjer

30. Januar 2015 - 10:21 Uhr

Unicef benötigt 2,75 Milliarden Euro für Hilfe

Vor allem wegen des anhaltenden Bürgerkrieges in Syrien und der Ebola-Epidemie in Westafrika benötigt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) in diesem Jahr so viel Geld wie nie zuvor. Um weltweit 62 Millionen Mädchen und Jungen in Not humanitäre Hilfe leisten zu können, seien 2015 insgesamt 3,1 Milliarden Dollar (2,75 Milliarden Euro) erforderlich, erklärte die Organisation am Donnerstag in Genf.

Dies sei eine "dramatische" Steigerung um eine Milliarde Dollar im Vergleich zum Unicef-Hilfsappell für 2014. Rund 900 Millionen Dollar und damit den größten Teil der Mittel braucht die UN-Organisation 2015 nach eigenen Berechnungen für die Versorgung und Betreuung von Kindern in Syrien und den umliegenden Ländern. Weitere 500 Millionen Dollar seien erforderlich, um Mädchen und Jungen - unter ihnen viele Waisenkinder - in den am stärksten von Ebola betroffen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone helfen zu können.

Auch für die Linderung der Notlage von Kindern in den Kriegsgebieten der Ukraine sowie in den von grausamen Terrormilizen heimgesuchten Ländern Irak und Nigeria sowie in Afghanistan, im Kongo und im Gazastreifen seien mehr Mittel nötig als bisher. Mehr als jedes zehnte Kind - insgesamt 230 Millionen - lebt derzeit laut Unicef in Regionen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind.