20. April 2019 - 11:21 Uhr

Sollte Cannabis legalisiert werden?

Jährlich wird am 20. April der Welttag des Cannabis gefeiert. Aus dem Datum ergibt sich der Spitzname 420 für die Droge. Noch immer ist Cannabis in Deutschland nicht offiziell erlaubt - es gibt allerdings immer mehr Produkte mit CBD, dem Öl, das aus den weiblichen Hanfpflanzen gewonnen wird. Im Video erklären wir, wogegen die CBD-Produkte helfen sollen.

Cannabis und CBD: Was ist denn nun erlaubt?

In den USA und vielen weiteren Ländern, gibt es Cannabis mittlerweile auf ärztliches Rezept, denn es soll gegen die Schmerzen vieler chronischer Krankheiten helfen. In Deutschland ist die als leichte Droge bezeichnete Pflanze noch nicht legalisiert.

Aus ihr wird das Öl CBD gewonnen, das als Zusatz verschiedenen Produkten beigefügt ist. Diese gelten als Nahrungsergänzungsmittel und unterliegen in Deutschland daher keiner näheren Prüfung. Die Produkte befinden sich in einer Grauzone und sind nicht verboten.

Products are displayed at Dorothy Stepnowska's Flower Power Coffee House, a CBD cafe, in the Queens borough of New York City, U.S., March 6, 2019. Picture taken March 6, 2019.  REUTERS/Brendan McDermid
Immer mehr Produkte enthalten den Cannabis-Wirkstoff CBD.
© REUTERS, BRENDAN MCDERMID, BM/LP/FW1/Global Pixdesk

Zahl der Konsumenten steigt

Der weiter steigende Konsum von Cannabis bei jungen Menschen macht der Polizei Sorge. 3282 Fälle weist die Statistik für das vergangene Jahr aus, das sind doppelt so viele wie noch 2010. Auch die Zahl der mit Drogen erwischten Minderjährigen hat sich seitdem verdoppelt.

Das vermutete Dunkelfeld sei hoch und die Präventionsbemühungen der Beamten an Schulen würden durch die immer wiederkehrende Debatte um eine Freigabe von Cannabis konterkariert, berichtete das Landeskriminalamt (LKA) in Hannover.

Immer mehr Jugendliche rauchen Cannabis

Während 2.010 noch 2.154 Minderjährige mit Rauschgift ertappt wurden, waren es im vergangenen Jahr mit 4.498 mehr als doppelt so viele. Im Vergleich zu 2017 entspricht das aber einem Rückgang um 4,9 Prozent. Die jungen Mädchen waren mit 797 Fällen deutlich in der Minderzahl und auch ihr Anteil sank. Bei einem Großteil der Drogendelikte junger Leute dreht es sich um Cannabis: 3282 Fälle weist die Statistik für das vergangene Jahr aus, ebenfalls doppelt so viele wie 2010.


Quelle: DPA/RTL.de