Weltnichtrauchertag 2017: Das sollten Raucher wissen

13. März 2018 - 13:07 Uhr

Ein Rauchstopp lohnt sich: Das Risiko für viele Krankheiten sinkt

Mit dem Rauchen aufhören: Diesen Wunsch haben viele Menschen. Die Gesundheit geht vor!   Denn ein Rauchstopp kann so viel Lebenszeit bringen: Weniger Husten, geringeres Krebsrisiko, im Grunde eine viel gesündere Lebensqualität. Zum Weltnichtrauchertag finden Sie im Überblick zahlreiche Fakten über das Rauchen und seine gesundheitlichen Auswirkungen.

Das passiert im Körper, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören (Video)

Wer mit dem Rauchen aufhört, lebt länger

"Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs." Der Warnhinweis prangt groß auf vielen Zigarettenpackungen. Jeder vierte Deutsche raucht trotzdem. Doch wer mit dem Rauchen aufhören will, tut seinem Körper Gutes – auch im höheren Alter. Sind der innere Schweinehund und vor allem die Sucht überwunden, sinkt das Risiko für verschiedene Krankheiten deutlich. Wie sich ein Rauchstopp auf die Gesundheit auswirkt: Ein Überblick.

Warum fördert Rauchen Krebs?

Tabakrauch enthält laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) knapp 5.000 verschiedene chemische Substanzen. Etwa 90 Stoffe sind nachgewiesenermaßen krebserregend oder stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Sie werden sowohl über die Schleimhäute und die Lunge aufgenommen als auch geschluckt.

Wie verursachen diese Stoffe Krebs?

Krebserregende Substanzen im Tabakrauch verändern das Erbgutmolekül DNA und lassen dadurch die Zellteilung aus dem Ruder laufen. Es kann zu einer massiven Bildung von neuen Zellen kommen und der Krebs entsteht. Der Organismus hat zwar Möglichkeiten, solche DNA-Schäden zu beheben, bei Rauchern sind diese Reparaturmechanismen jedoch durch die Belastung mit Giftstoffen eingeschränkt.

Welche Krebsarten begünstigt Rauchen besonders?

Zigarettenrauch schädigt die DNA dort, wo er direkt mit Gewebe in Kontakt tritt, also beispielsweise im Mund- und Lungenbereich. Krebserregende Stoffe können aber auch im Körper zirkulieren und anderswo zu Tumoren führen. Raucher haben ein besonders hohes Risiko, an Lungen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Mundhöhlenkrebs zu erkranken. Ebenso gibt es einen Zusammenhang mit Leukämie sowie Bauspeicheldrüsen-, Nieren-, Harnblasen- und Gebärmutterhalskrebs.

Wie stark ist das Krebsrisiko bei Rauchern erhöht?

Insgesamt verursacht das Rauchen nach Angaben der BZgA 25 bis 30 Prozent aller Krebstodesfälle. Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt laut des Deutschen Krebsforschungszentrums im Laufe seines Lebens an Lungenkrebs, im Durchschnitt 30 bis 40 Jahre nach Beginn des Tabakkonsums. Dabei spielt es vor allen Dingen auch eine Rolle wie stark ein Mensch raucht.

Erhöht das Passivrauchen das Krebsrisiko?

Auch wer nicht selbst an einer Zigarette zieht, atmet noch viele verschiedene Schadstoffe ein. Nach Schätzungen von Experten erkranken mehrere Hundert Menschen pro Jahr durch Passivrauchen an Lungenkrebs.