Weltkongress gegen die Todesstrafe in Madrid

13. Februar 2016 - 20:42 Uhr

Rund 1.500 Menschenrechtler, Politiker und Diplomaten aus 90 Ländern sind in Madrid zum Fünften Weltkongress gegen die Todesstrafe zusammengekommen. Die Teilnehmer des Treffens wollten sich vor allem für die Abschaffung der Todesstrafe im Nahen Osten und in Nordafrika einsetzen. Bei vorigen Konferenzen hatten zumeist die Todesstrafen in China und den USA im Mittelpunkt gestanden.

Nach Angaben der ECPM haben weltweit 97 Staaten die Todesstrafe abgeschafft, 58 Länder halten daran fest. 35 Staaten wahren bei der Vollstreckung von Todesurteilen ein Moratorium für wenigstens zehn Jahre. Im vorigen Jahr wurden in 21 Ländern 682 Strafgefangene hingerichtet. Das viertägige Treffen in Madrid wird von den Regierungen Spaniens, Frankreichs, Norwegens und der Schweiz unterstützt.