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Weltfußballer auf Abwegen: Ronaldinho will Rechtspopulist werden

Ronaldinho will Politiker werden - im rechten Lager
Ronaldinho ist offenbar den kruden Gedanken des Hardliners Jair Messias Bolsonaro verfallen. © REUTERS, STRINGER/BRAZIL

Begeistert von Sexismus und Rassismus?

Dass Fußballer nach ihrer Karriere gerne mal unkonventionelle Wege gehen, weiß man nicht erst seit Thorsten Legat, der 2016 wie ein Berserker durchs Dschungelcamp pflügte. Was allerdings in Ronaldinho gefahren ist, weiß wohl nur der Teufel. Der zweimalige Weltfußballer hat offenbar ein Herz für Rechtspopulisten und strebt eine politische Karriere an.

Ronaldinho will Senator werden

Der 37-jährige Brasilianer möchte für eine rechtskonservative Partei kandidieren und sich im Bundesstaat Minas Gerais im kommenden Oktober als Senator aufstellen lassen. Der einstige Star vom FC Barcelona, von Paris St. Germain und des AC Mailand ist angetan von den Ideen des Rechtspopulisten Jair Messias Bolsonaro. 

Abscheulichster Politiker der Welt?

Der brasilianische Kongressabgeordnete Jair Messias Bolsonaro ist für seine markigen Sprüche bekannt
Aus den Augen des brasilianischen Kongressabgeordneten Jair Messias Bolsonaro spricht der Hass - und der kommt offenbar an. © REUTERS, STRINGER, SM/MMA

Voraussetzung für eine Kandidatur von Ronaldinho, Weltmeister mit der Selecao 2002 in Südkorea und Japan, ist allerdings die Wahl Bolsonaros im März zum Vorsitzenden der Patriotischen Partei. Der 62-Jährige ist unter anderem Gegner von Quoten für Afrobrasilianer, eiserner Verfechter der Todesstrafe und klopft mit Inbrunst homophobe, sexistische und rassistische Sprüche.

Das australische Nachrichtenportal News.com.au spekulierte bereits, Bolsonaro könne der "abscheulichste Politiker der Welt" sein. Im Jahr 2014 räumte der Kongressabgeordnete bei den allgemeinen Wahlen des Bundesstaats Rio de Janeiro die meisten Stimmen ab.

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