Weltblutspendetag: Ein kleiner Pieks kann Leben retten

14. Juni 2015 - 19:30 Uhr

Jede Spende rettet Leben

Nur drei Prozent der Menschen in Deutschland spenden regelmäßig Blut. Vor allem in der Ferienzeit werden die Konserven knapp. Einige Krankenhäuser müssen sogar geplante Operationen verschieben. Der Weltblutspendetag, der 2004 eingeführt wurde, soll darauf aufmerksam machen, dass jede Spende Leben retten kann.

Blutspende
Spenden darf grundsätzlich, wer mindestens 18 Jahre alt ist und über 50 Kilogramm wiegt.
© dpa, Patrick Pleul

Spenden darf grundsätzlich jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und über 50 Kilogramm wiegt. Vorausgesetzt, dass keine Erkrankungen oder andere Einschränkungen vorliegen. Frisch gestochene Tattoos und Piercings verhindern eine Blutspende für vier Monate. Männer dürfen alle acht Wochen Blut spenden, Frauen alle zwölf. Eine Spende dauert zwischen fünf und zehn Minuten und umfasst rund einen halben Liter Blut.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist der größte Lieferant für Blutpräparate. Die Spenden, die bei ihm jährlich eingehen, machen nach DRK-Angaben 70 Prozent aller Blutspenden in Deutschland aus. Zusätzlich gibt es private Unternehmen und staatlich-kommunale Organisationen. Die Blutspendedienste der Krankenhäuser etwa verwenden das gespendete Blut ausschließlich in der eigenen Klinik. "Am wenigsten los ist in der Urlaubszeit und den Semesterferien", sagt Oberarzt Dr. Hartmut Hillmann von der Uniklinik Münster. "Da versuchen wir dann zum Beispiel, Hiergebliebene mit Gutscheinen für die Eisdiele zu locken".