Weltberühmter Roboter von Vandalen zerstört: Wird HitchBOT wiederbelebt?

04. August 2015 - 14:31 Uhr

Computergehirn nicht aufzufinden

Der plötzliche "Tod" des weltberühmten Roboters HitchBOT hat Millionen Fans in Trauer versetzt. Nach seiner Reise durch Kanada und Deutschland sollte er per Anhalter durch die USA fahren. Doch dort wurde er von Vandalen zerstört. Jetzt fordern Zehntausende im Internet, dass der Roboter wiederbelebt wird.

HitchBOT - Fans fordern zweites Leben für Roboter
Bilder von Überwachungskameras zeigen, wie HitchBOT zerstört wird.

Unbekannte rissen HitchBOT die Arme ab und stahlen das Computergehirn aus seinem Kopf. Von dem Gehirn fehlt bislang jede Spur. Nun wurden Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht, auf denen man sehen kann, wie der Rüpel den süßen Roboter auseinanderbaut.

Fans fordern zweites Leben für HitchBOT

Im Internet fordern Zehntausende, dass HitchBOT ein zweites Leben bekommt. Sie bieten den "Eltern" Frauke Zeller und David Smith ihre Hilfe an. Die beiden Wissenschaftler der kanadischen Ryerson-University freuten sich über die rege Anteilnahme und Unterstützung aus der ganzen Welt. In den nächsten Tagen wollen sie entscheiden, ob sie das Projekt fortsetzen wollen: "Wir müssen uns mit dem Team zusammensetzen und gucken, was wir machen können", sagte Zeller.

Die Konstruktion aus Eimer, Schwimmnudeln, Kinder-Gummistiefeln und einem Tablet- Computer bereiste bereits Kanada und Deutschland und wurde dabei weltberühmt. So lustig der trampende Roboter auch war, so ernst war auch der Hintergrund seiner Reise: Die Wissenschaftler wollten in einem "sozialen Experiment" herausfinden, wie sich Menschen auf künstliche Intelligenz einlassen.

Bisher sammelten die Wissenschaftler fast ausschließlich positive Erfahrung: Die Menschen küssten ihn und machten Selfies, manche gaben ihm Batterien zum Frühstück und dann war er sogar Ehrengast bei einem Indianertreffen.