Welpenhandel: Ehepaar zu Haftstrafen verurteilt

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26. November 2015 - 15:49 Uhr

Welpenhändler erhielten zuvor bereits Bewährungsstrafen

In Seligenstadt wurde ein Ehepaar wegen Betrugs zu 15 Monaten Haft ohne Bewährung sowie fünf Jahren Zucht- und Haltungsverbot verurteilt. Sie sollen seit mindestens zehn Jahren lang mit Welpen aus dubiosen Quellen gehandelt haben. Viele der Tiere waren krank oder starben nach dem Verkauf. Das Paar hatte bereits 2005 und 2008 auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafen bekommen.

Die beiden Verurteilten, die noch die Möglichkeit haben in Berufung zu gehen, sollen Hunde über verschiedene Onlineportale zum Verkauf angeboten haben. Das Paar gab dabei an, die Welpen würden aus eigener Aufzucht stammen, sie seien geimpft und gesund. Wie die 'Bild'-Zeitung berichtet, sollen die Händler die Welpen aus sogenannten Vermehrerstationen in Osteuropa bezogen haben.

Birgitt Thiesmann von der Tierschutzstiftung 'Vier Pfoten' begrüßte das Urteil: "Wir hoffen, dass die Entscheidung des Gerichts wegweisend für andere Fälle dieser Art sein wird. Skrupellose Welpenhändler sollen verstehen, dass ihr Geschäftsmodell und das damit verbundene Leid der Tiere hart bestraft wird."