300 Verletzte - 700 Festnahmen

Welle der Gewalt erschüttert den algerischen Fußball

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13. Januar 2019 - 19:49 Uhr

200 verletzte Ordnungskräfte

Gewaltexzesse beherrschen den algerischen Fußball. Und das seit geraumer Zeit. Nach Behördenangaben wurden in den vergangenen vier Monaten bei Ausschreitungen rund um Spiele der drei höchsten Ligen rund 300 Personen verletzt, darunter rund 200 Ordnungskräfte. Etwa 700 Personen wurden wegen Gewalttaten verhaftet.

Allein am Neujahrstag sind bei Ausschreitungen im Rahmen eines Pokalspiels 62 Personen, darunter 45 Polizisten, verletzt worden. Der Schiedsrichter brach die wegen Sicherheitsbedenken im rund 360 Kilometer östlich von Algier gelegenen Jijel ausgetragene Partie wegen Sicherheitsbedenken ab. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Gewalt ohne Ende

Schon seit Jahren gehört in Algerien Gewalt zum Fußball. Dabei kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Fangruppen, aber auch Tätlichkeiten gegenüber Spielern und Polizisten. Laut offizieller Angaben sind davon neun Prozent der Spiele in den drei Klassen betroffen, am schlimmsten ist die Bilanz in der ersten Liga. Und die Gewalt nimmt kein Ende.