Drogen, Waffen und Datenträger sichergestellt

Verdächtiger im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach verhaftet

ARCHIV - 08.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Bergisch Gladbach: Das Ortsschild von Bergisch Gladbach steht am Ortseingang. Beginn des landesweit ersten Prozesses im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach gegen zwei 39 Jahre alte Männer. Foto: Federico Gam
Missbrauchsfall Bergisch Gladbach
fg cul wst pil axs tag, dpa, Federico Gambarini

Mann soll Kinderpornos verbreitet haben

Im Zusammenhang mit dem Kindesmissbrauchsfall Bergisch Gladbach ist ein Mann in Sachsen-Anhalt festgenommen worden. Der 34-Jährige stehe im Verdacht, kinderpornografisches Material verbreitet zu haben, teilten die Staatsanwaltschaft Magdeburg und die Polizei Köln am Freitag mit. Die Festnahme des Mannes sei bereits am Mittwoch im Harz erfolgt. Zum genauen Ort wurden keine Angaben gemacht.

Verdächtiger sitzt in U-Haft

In der Wohnung des Festgenommenen stellten Polizisten den Angaben zufolge Kokain, Amphetamine und Ecstasy in nicht geringer Menge, mehrere Hieb- und Stichwaffen sowie PC-Technik und Datenträger sicher. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an.

Hatte der Mann Zugriff auf ein Kind?

Die Kölner Beamten der Ermittlungskommission "Berg" waren bei der Auswertung von Chats auf den Tatverdächtigen im Harz gestoßen. Da der Beschuldigte möglicherweise Zugriff auf ein Kind gehabt habe, sei Eile geboten gewesen. Der Kölner Einsatzleiter ließ deshalb die Ermittlungsakte samt Beweismittel mit einem Polizeihubschrauber nach Sachsen-Anhalt fliegen.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Mittlerweile mehr als 200 Verdächtige im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach

Die Ermittlungskommission "Berg" wurde gegründet, nachdem vorigen Oktober bei einem Familienvater im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach Unmengen an kinderpornografischem Material gefunden wurden. Ausgehend von diesem Fall fanden die Ermittler inzwischen mehr als 200 namentlich bekannte Verdächtige. Die ersten wurden bereits verurteilt, weitere Verfahren laufen derzeit noch.

Quelle: dpa/RTL.de