Weitere US-Diplomaten in China erkrankt: War es ein Schall-Angriff?

US-Diplomaten erkranken nach "ungewöhnlichen Geräuschen“ - die Ursache ist noch immer unklar.
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07. Juni 2018 - 7:18 Uhr

USA untersuchen mysteriöse Krankheitsfälle in Konsulat in China

In China sind zwei weitere US-Diplomaten von einer mysteriösen Krankheit betroffen. Nach einem Bericht der "New York Times" erkrankten die beiden, nachdem sie ungewöhnliche Geräusche wahrgenommen hatten. War es ein Schall-Angriff?

"Merkwürdige Geräusche": Woran erkrankten die Diplomaten?

Die USA haben Ärzte nach China geschickt, um mysteriöse Krankheitsfälle unter US-Diplomaten und deren Familien zu untersuchen. Einige Personen aus der südlichen Stadt Guangzhou seien zudem zu einer "vollständigen Prüfung ihrer Symptome" in die Vereinigten Staaten geschickt worden, teilte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, mit. Ausgelöst wurde die Aktion demnach, weil ein Konsulatsmitarbeiter ähnliche Symptome gezeigt hatte wie schon zuvor US-Diplomaten in Kuba. Laut 'New York Times' hatten mindestens zwei US-Beamte China verlassen, nachdem sie "merkwürdige Geräusche" gehört hätten.

Kranke US-Diplomaten: Zuvor bereits ähnlich Fälle in Kuba

In der kubanischen Hauptstadt Havanna waren seit November 2016 mehr als 20 Botschaftsmitarbeiter an mysteriösen Ohrenleiden erkrankt. Einige der Betroffenen hatten dauerhaft ihr Gehör verloren. Andere Symptome seien Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen gewesen. In US-Medien war von gezielten Akustik-Attacken auf die Diplomaten die Rede gewesen. Die kubanischen Behörden hatten aber nach eigenen Angaben keine Hinweise gefunden, dass US-Diplomaten Ziele von derartigen Angriffen geworden sein könnten. Kubanische Regierungsvertreter wiesen die Vorwürfe als "Science Fiction" zurück. 

Berichten zufolge haben sich die US-Behörden schon seit Monaten um ihre Mitarbeiter in China gesorgt. Erst im Mai gaben die USA eine Gesundheitswarnung für die Diplomaten heraus, weil sie "abnormale Geräusche und Druck" auf den Ohren empfunden hätten wie zuvor ihre Kollegen auf Kuba.