11. Juli 2019 - 12:20 Uhr

Der Mangel an Geld oder passenden Bildungsangeboten behindert nach Angaben der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen (GFAW) oft die Weiterbildung von Beschäftigten. "Hinzu kommt häufig auch ein hoher Auftragsdruck, der das Personal oder die Chefs von erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen abhält", teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Erfurt mit. Dabei gebe es nach Erfahrung der GFAW-Berater branchenübergreifend in Thüringen einen hohen Bedarf an unternehmerischer Qualifizierung.

Deutlich sei in der Praxis ein Trend zurück zu klassischen Qualifizierungsformaten zu erkennen, so die GFAW weiter. Zwar sei die Digitalisierung zweifellos eine wichtige Herausforderung für die Zukunft der Thüringer Unternehmen, die viele Chancen eröffne. Oft böten sogenannte Webinare und Lernvideos bei kurzen theoretischen Lerninhalten eine zeitsparende Alternative. Bei komplexeren Themen wollten viele Kursteilnehmer aber lieber "den Dozenten zum Anfassen". Je nach Thema könnten auch Kombinationen aus virtuellen und klassischen Klassenzimmern sinnvoll sein.

Die Mitarbeiter der GFAW beraten kleine und mittelständische Unternehmen zu Fragen der Qualifizierung von Mitarbeitern. Im Durchschnitt werden nach Angaben der Gesellschaft 3200 Beratungen pro Jahr durchgeführt.

Quelle: DPA