Weiter schneller Anstieg der Inzidenz in Thüringen

Eine medizinische Mitarbeiterin hält einen Tupfer für einen Abstrich für einen Corona-Test in der Hand. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild
Eine medizinische Mitarbeiterin hält einen Tupfer für einen Abstrich für einen Corona-Test in der Hand. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild
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26. November 2021 - 12:00 Uhr

Erfurt (dpa/th) - In Thüringen steigt die Corona-Inzidenz weiter mit großer Geschwindigkeit. Der Wert lag mit Stand vom Freitag bei 805,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Am Donnerstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 773,2 gelegen, binnen eines Tages kamen 3557 neue Covid-19-Fälle hinzu.

Thüringen ist damit bundesweit das am zweitstärksten von der Infektionswelle betroffene Land. Im Nachbarbundesland Sachsen lag die Inzidenz am Freitag mit 1192,8 am höchsten im Ländervergleich.

Angesichts der angespannten Infektionslage hatte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auch einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr ausgeschlossen. Thüringen hatte erst am Mittwoch strengere Corona-Regeln in Kraft gesetzt, die einem Lockdown gleich kommen.

Derweil wird die Überlastung der Thüringer Krankenhäuser immer ernster. Am Freitag waren 32,7 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt, wie aus einem täglichen Lagebericht der Staatskanzlei hervorgeht. Die Hospitalisierungsrate zeigte mit einem Wert von 18,9 pro 100.000 Einwohnern in einem Sieben-Tage-Zeitraum eine steigende Tendenz. Seit einiger Zeit hat Thüringen hier den mit Abstand bundesweit höchsten Wert.

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Quelle: DPA