Unglück in Weißrussland

Mädchen (2) tötet Mutter mit automatischem Autofenster

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13. September 2019 - 9:43 Uhr

Familien-Drama in Weißrussland: Mutter durch Autofenster getötet

Es ist eine Geschichte, die betroffen macht: Yulia Sharko versucht ihre Tochter durch das Fenster ihres Autos zu heben. Doch dann kommt das zweijährige Mädchen an den Automatikschalter des Fensters. Yulias Hals wird in der Vordertür eingeklemmt – mit tödlichen Folgen. Das berichtet der "Dailystar".

Tochter kommt an Automatikschalter des Fensters

Eigentlich sollte es ein fröhlicher Tag für Familie Sharko werden, doch dann ereignet sich das Drama. Am Tag ihres 21. Geburtstags ist Yulia mit ihrer Tochter im Auto unterwegs. Beim Versuch, das zweijährige Mädchen aus dem Wagen zu heben, soll das Kind an den Automatikschalter des Fensters gekommen sein. Der Hals der Mutter wird offenbar dabei im vorderen Fenster eingeklemmt. Die Folgen: Yulia bekommt kein Sauerstoff mehr und wird bewusstlos.

Yulia stirbt an den Folgen des Unfalls

Ehemann Artur findet kurz darauf den erschlafften Körper seiner Frau eingeklemmt im Auto. Er bricht das Fenster auf und alarmiert den Rettungsdienst – Yulia wird ins Krankenhaus gebracht. Doch dort kommt jede Hilfe zu spät: Acht Tage nach dem Unglück stirbt die junge Mutter an den Folgen des Unfalls im Krankenhaus, wie "Dailystar" berichtet.

Mutter mit automatischem Autofenster getötet: Ist so ein Unfall auch in Deutschland möglich?

Auch in Deutschland könnte ein Unfall dieser Art möglich sein: Es hat viel damit zu tun, wie alt ein Fahrzeug ist. Aktuelle Modelle, die in der EU zugelassen wurden, haben für solche Vorfälle extra Schutzmechanismen eingebaut, erklärt ein Sprecher des TÜV Süd auf Anfrage von RTL.de. Bei älteren Automodellen hänge es vom Hersteller ab, ob Schutzmechanismen eingebaut wurden oder nicht - damals hätte es noch keine Vorschriften dazu geben.

Auch ohne diese Schutzvorkehrung kommen Autos älterer Baujahre durch den TÜV. Denn: Schutzmechanismen bei Fensterhebern gehören nach Angaben des TÜV Süd nicht zu den Prüfrichtlinien. Das sehe der Gesetzgeber nicht vor.