Weißrussischer Oppositioneller flieht nach Polen

15. Februar 2016 - 16:30 Uhr

In einer spektakulären Aktion sind der weißrussische Oppositionelle Alexander Lukin und seine Frau bei der Rückkehr von einer Auslandsreise nach Polen geflohen. Ihre beiden minderjährigen Kinder mussten sie im Auto wenige Meter hinter der Grenze in ihrem autoritär regierten Heimatland zurücklassen.

Lukin, ein Unterstützer des inhaftierten Präsidentenkandidaten Andrej Sannikow, sollte am Grenzübergang Slawatytschi festgenommen werden. Daraufhin sei das Paar plötzlich über die Grenze zurück nach Polen gerannt, berichtete die polnische Zeitung 'Rzeczpospolita' auf ihrer Internetseite. Die Kinder sowie ein litauischer Freund blieben im Auto zurück. Polnische Zöllner hätten nicht eingegriffen. Ein Sprecher der weißrussischen Grenzbehörden widersprach. Niemand habe Lukin festnehmen wollen, sagte er.