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Weißrussischer Menschenrechtler festgenommen

Weißrussischer Menschenrechtler festgenommen

Einer der führenden Menschenrechtler im autoritären Weißrussland ist wegen angeblicher Steuerhinterziehung verhaftet worden. Ales Beljazki von der Organisation 'Wesna’ habe über illegale Konten im Nachbarland Litauen verfügt. Beljazkis Wohnung und Sommerhaus wurden durchsucht und ein Computer beschlagnahmt. Auch im Büro von Wesna nahmen Sicherheitskräfte in Zivil Unterlagen mit. Das teilte das Justizministerium der Ex-Sowjetrepublik in Minsk nach Medienberichten mit. Deutschland, die Europäische Union und Menschenrechtler protestierten vehement gegen die Festnahme.

"Offenbar soll hier ein engagierter Vertreter der belarussischen Zivilgesellschaft mundtot gemacht werden“, erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, in Berlin. Der EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek nannte die Festnahme "inakzeptabel auf unserem Kontinent im 21. Jahrhundert“. 'Wesna’ sprach von einer politischen Entscheidung: "Das Verfahren gegen Ales Beljazki sehen wir als Rache für seine jahrelange Arbeit“, teilte die Gruppe mit.