Rund 19.000 Stalking-Straftaten

Weißer Ring will Stalkingopfern mit einer App helfen

Rund 19.000 Stalking-Straftaten seien in der Polizei-Statistik registriert.
© dpa, Angelika Warmuth, awa kde fux

26. Dezember 2019 - 14:59 Uhr

App soll Opfern helfen, sich zu schützen

Der Weiße Ring beklagt ein "riesiges Defizit" in der Strafverfolgung von Stalking und will Opfern mit einer App helfen, sich zu schützen und zugleich Beweise für die Strafverfolgung zu sammeln. Bereits rund 8.000 Mal sei die App bislang runtergeladen worden.

19.000 bekannte Stalking-Fälle in Deutschland

Rund 19.000 Stalking-Straftaten seien in der Polizei-Statistik registriert, aber nur in einem Prozent davon komme es zu Verurteilungen, sagte der Bundesvorsitzende der Opferschutzvereinigung, Jörg Ziercke, im Gespräch mit der dpa. Das Dunkelfeld sei zudem "riesengroß". Schätzungen gingen von mindestens 200.000 bis 300.000 Fällen aus. Das Problem sei es, Stalking zu beweisen.​

App "No Stalk" schickt alle Daten an externen Server

Das Aufbauen eines psychischen Drucks, Hinterherrufen und Schreie: Mit der App "No Stalk" lasse sich alles in Foto, Video und Sprache sofort aufnehmen. Dabei könnten auch Zeugen aufgenommen werden oder die eigene Verfassung dokumentiert werden. Jede dieser Aufnahmen bekomme automatisch eine digitale Orts- und Zeitangabe, werde sofort verschlüsselt, dann an einen externen Server übersandt, und anschließend auf dem Handy des Opfers gelöscht. So bringe es dem Täter nichts, sich in den Besitz des Handys zu bringen.