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Unverträgliche Stoffe in Lebensmitteln

Giftig: Das dürfen Hunde nicht fressen

Hunde wird gefüttert.
Hunde wird gefüttert.
© picture alliance / dpa Themendie, Monique Wüstenhagen

26. August 2020 - 11:13 Uhr

Diese Lebensmittel können Hunde töten

Nicht alles was unseren vierbeinigen Freunden schmeckt, ist auch gut für sie. Teilweise können bestimmte Lebensmittel sogar Gift für den Hund sein und zum Tode führen. Damit das nicht passiert, haben wir für Sie die Lebensmittel aufgelistet, die sie Ihrem Hund auf gar keinen Fall geben dürfen.

Die Dosis ist entscheidend

Häufig sind Vergiftungen eine Frage der Dosis, doch Sie sollten kein Risiko eingehen, wenn es um Ihren Liebling geht. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte der Hund schnellstmöglich in tierärztliche Behandlung.

Süßstoff Xylitol

Zuckerfreie Kaugummis enthalten Xylitol.
Zuckerfreie Kaugummis enthalten Xylitol.
© picture-alliance/ dpa, Frank Rumpenhorst

Der Süßstoff Xylitol ist in vielen kalorienarmen Süßigkeiten und Backwaren enthalten. Bereits 0,1 g pro Kilogramm Körpergewicht können tödlich für Hunde sein. Bei einer Überdosis wird massiv Insulin im Blut ausgeschüttet und der Blutzuckerspiegel dadurch gesenkt. Sinkt dieser zu stark, kann es zu Krämpfen, komatösen Zuständen und im schlimmsten Fall zum Tode führen. So ist es zum Beispiel beim Hund des Moderators Jörg Wontorra gekommen, der offenbar von einem Hundehasser mit Hilfe des Süßstoffes vergiftet wurde.

Weintrauben & Rosinen

Trauben
Trauben
© imago images/Panthermedia, AllaRudenko via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Hunde dürfen keine Weintrauben und Rosinen zu fressen bekommen. Schon kleine Mengen rufen starke Vergiftungssymptome hervor. Neben Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen können in schweren Fällen die Nieren versagen. Die Vergiftung kann so stark sein, dass der Hund sie nicht überleben kann. Natürlich ist die Vergiftung abhängig von der Menge der Trauben, die der Hund zu sich genommen hat. Doch am besten ist es, wenn er gar nicht erst auf den Geschmack kommt. Rosinen sind übrigens noch gefährlicher, da sie einen konzentrierteren Saft enthalten.

Zwiebeln & Knoblauch

Zwiebelsorten
Zwiebelsorten
© terranova_17 - Fotolia

Zwiebeln sind in allen Formen nicht als Nahrung für den Hund geeigent. Ob roh, gekocht oder getrocknet – Zwiebeln enthalten das für Hunde giftige N-Propyldisulfid und Allylpropylsufid. Durch die Sulfide wird eine Hämolyse verursacht. Das heißt, dass die roten Blutkörperchen zerstört werden. Dadurch sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut drastisch und eine sogenannte Anämie (Blutarmut) ist die Folge. Symptome können Durchfall und Erbrechen sein, der Hund verweigert die Aufnahme von Wasser und Nahrung, die Schleimhäute sind blass und der Puls ist deutlich erhöht. Ein kleiner Hund kann durch eine mittelgroße Zwiebel ernsthafte Schäden davon tragen. Knoblauch enthält ebenfalls N-Propyldisulfid und kann ebenfalls zu einer lebensbedrohlichen Anämie führen.

Avocado

Avocado
Avocado

Auch Avocados sind für unsere vierbeinigen Freunde sehr gefährlich und können schwere Schäden anrichten. Avocados enthalten das für Hunde giftige Persin. Sie können Schäden am Herzmuskel verursachen und zu Atemnot, Husten und Bauchwassersucht führen. Eine Vergiftung endet jedoch meistens tödlich. Zwar sind nicht alle Sorten für den Hund giftig, doch trotzdem sollte grundsätzlich auf die Fütterung von Avocados verzichtet werden.

Schokolade & Kakao

Some may see a cup of tea as soothing but chocolate is more likely to lower one's blood pressure, German researchers reported on Monday (09.04.2007). ILLUSTRATION Foto: PHOTOPQR/LE TELEGRAMME/Claude Prigent  +++(c) dpa - Report+++
Schokolade
© picture-alliance/ dpa, Maxppp Claude Prigent

Grundsätzlich dürfen Hunde keine Kakao- und Schokoladenhaltige Lebensmittel bekommen. Denn neben viel zu viel Zucker enthalten Schokolade und Kakao den Giftstoff Theobromin. Verzehrt ein Hund Schokolade können Durchfall, Erbrechen, Zitterkrämpfe, Lähmungen und Bewusstseinsstörungen die Folge sein. Eine Vergiftung kann zum Tod führen. Die tödliche Dosis liegt bei ca. 100 mg Theobromim pro Kilo des Körpergewichts des Hundes. Das sind etwa 60 g Milchschokolade, hängt aber mit dem Kakaogehalt zusammen. Zartbitterschokolade ist besonders gefährlich. Ein Beispiel: Ein Chihuahua kann von dem Verzehr von zwei Stückchen Bitterschokolade sterben.

Tabak

Zigaretten
Zigaretten
© dpa, Jochen Lübke

Abgesehen davon, dass auch für Menschen Tabak nicht unbedingt gesund ist, kann es für Hunde in kürzester Zeit zum Tode führen. Das im Tabak enthaltene Nikotin verursacht Beschwerden wie Muskelzittern, Erbrechen, Speicheln, Krämpfe, Kreislaufprobleme usw. Vor allem Welpen sind gefährdet, da sie aus jugendlicher Neugier alles probieren wollen.

Obstkerne

Äpfel
Äpfel
© dpa, Patrick Pleul, woi dul soe rho

Egal ob Kerne aus Äpfeln, Pflaumen, Kirschen, Aprikosen usw. – alle enthalten den Stoff Cyanid, der im Magen zur Blausäure umgewandelt wird. Blausäure blockiert den Sauertstofftransport im Blut und führt sozusagen zu einer inneren Erstickung. Daher sollten weder vom Tier noch vom Menschen Obstkerne verzehrt werden. Zwar ist auch hier wieder die Dosis ausschlaggebend, doch auch die Symptome wie Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot und Krämpfe sind nicht angenehm.

Rohes Schweinefleisch

Schweinefleisch
Schweinefleisch
© Silvia Bogdanski - Fotolia

Rohes Schweinefleisch enthält das für Menschen ungefährliche Aujetzki-Virus. Dieses Herpesvirus ist jedoch für Hunde gefährlich und führt zum Tode. Das Virus ist zwar nur noch selten im Fleisch vorzufinden, doch auf die Verfütterung von rohem Schweinefleisch sollte gänzlich verzichtet werden.

Kartoffeln, Auberginen & Tomaten

Kartoffeln
Kartoffeln
© dpa, Jens Büttner, jbu pzi ubs

Kartoffeln, Auberginen und Tomaten gehören den Nachtschattengewächsen an. Diese enthalten den Giftstoff Solanin. Hunde sollten daher diese Gemüsesorten grundsätzlich nicht zum Verzehr bekommen. Tomaten dürfen nur im überreifen Zustand verfüttert werden. Kartoffeln und Auberginen sollten wenn dann gegart worden sein. 

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