Weil sieht Niedersachsen für Corona-Krise gut aufgestellt

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild
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26. März 2020 - 9:51 Uhr

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht das Bundesland für die Corona-Krise vergleichsweise gut aufgestellt. Mit 2400 Intensivbetten für die Versorgung starte man von einem guten Niveau aus, sagte der Regierungschef am Donnerstagmorgen beim Radiosender Antenne Niedersachsen. Derzeit werde daran gearbeitet, diese Zahl möglichst zu verdoppeln und Beatmungsgeräte zu beschaffen.

Positiv stimmt den SPD-Politiker, wie die Niedersachsen auf die aktuelle Lage reagieren. "Sehr nüchtern und gelassen, die Leute haben verstanden", sagte Weil. Auch sein Leben habe sich komplett verändert mit drastisch reduzierten Kontakten. "Ich sehne mich genauso wie alle anderen auch nach meinem normalen Leben zurück", betonte Weil.

Landesweit gelten in Niedersachsen 2313 Menschen als nachweislich mit dem Coronavirus infiziert (Stand Mittwoch, 13.30 Uhr). Darunter auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay von den Grünen, der am Mittwoch positiv getestet wurde und sich in häuslicher Quarantäne befindet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben bisher acht Menschen in Niedersachsen an Covid-19.

Der Landtag in Hannover hatte am Mittwoch beschlossen, die Wirtschaft und das Gesundheitswesen in der Corona-Krise mit 4,4 Milliarden Euro zu stützen. Einmütig mit den Stimmen aller anwesenden Abgeordneten stimmte das Parlament dabei für einen Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Corona-Krise und einen erhöhten Bürgschaftsrahmen.

Quelle: DPA