"Weil Gott es so wollte": Eltern lassen ihr Baby an Gelbsucht sterben

05. Oktober 2017 - 17:01 Uhr

"Gott macht keine Fehler"

Ein streng gläubiges Paar aus dem US-Bundesstaat Michigan hat dem eigenen, an Gelbsucht erkrankten Baby medizinische Hilfe verweigert. Nur drei Tage nach seiner Geburt starb die kleine Abigail deshalb qualvoll. Der Grund für das Handeln der Eltern macht sprachlos.

Die Hebamme hatte den Eltern geraten, ins Krankenhaus zu fahren

Kurz nach ihrer Geburt hatte Abigail eine Gelbsucht entwickelt. Das ist bei Neugeborenen nicht ungewöhnlich und oft ist keine spezielle Behandlung notwendig, da die Gelbsucht von selbst wieder verschwindet. Bei Neugeborenen kommt es dazu, wenn der Gallenfarbstoff 'Bilirubin' nicht rasch genug abgebaut wird und sich im Körper ablagert. So entsteht die typische Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten, die normalerweise schon nach wenigen Tagen wieder abklingen sollte.

Doch in Abigails Fall hatte die Hebamme den Eltern geraten, sofort mit dem Kind ins Krankenhaus zu fahren. Rachel und Josh Piland ignorierten diesen Rat allerdings. Das Ehepaar ist streng christlich und war davon überzeugt, dass die Gelbsucht des Babys "Gottes Wille" sei.

Abigails Onkel kontaktierte die Polizei, doch es war zu spät für das Kind

Am nächsten Tag begann das kleine Mädchen Blut zu husten. Doch noch immer weigerte sich die 30-jährige Mutter, ihre Tochter in die Hände von Ärzten zu geben. Alles was sie tat: "Sie legte es nur mit einem Strampler bekleidet in die Nähe eines offenen Fensters und hielt es mit einem Fön warm", sagte Detective Peter Scaccia dem TV-Sender 'Fox News'.

Als die Großmutter sah, in welchem Zustand sich das kleine Mädchen befindet, wollte sie sofort mit ihr ein Krankenhaus aufsuchen, doch Mutter Rachel hielt sie davon ab. Abigails Onkel kontaktierte die Polizei. Als er am Haus ankam, fand er den leblosen Körper des Säuglings, umgeben von den betenden Eltern.

Rachel und ihr Mann sind davon überzeugt: "Gott macht keine Fehler." Das Paar wurde festgenommen. Doch warum die beiden wieder frei sind und welche Strafe Ihnen droht, erfahren Sie im Video.