'Snacks‘ als Weihnachtswunsch: Hilfsorganisation 'Things Of My Very Own' erfüllt bedürftigen Kindern Wünsche

Weihnachtswunschzettel eines 10-Jährigen, der sich Snacks wünscht.
© Facebook/Things of My Very Own, Inc.

17. November 2017 - 21:05 Uhr

"Ich wünsche mir Snacks, damit ich in der Pause essen kann"

Kinder von heute sind richtig verwöhnt. Sie wollen nur Markensachen tragen und ein Smartphone besitzen. So zumindest das häufige Vorurteil gegenüber der jüngsten Generation. Dabei gibt es Kinder, die so bedürftig sind, dass sie sich über das freuen, was für uns selbstverständlich ist – und das nicht nur zu Weihnachten. Die Hilfsorganisation 'Things Of My Very Own' sammelt Kinderwünsche – und sorgt nun mit dem Weihnachtswunsch 'Snacks' für eine Welle des Mitgefühls im Netz.

Manche Weihnachtswünsche von Kindern sind herzergreifend

Der US-Verein aus Schenectady im US-Bundesstaat New York setzt sich seit Jahren für arme Kinder ein. Und erfüllt Familien, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, Herzenswünsche. Dafür sammelt er handgeschriebene Wunschzettel ein und verteilt sie an bekannten Stellen in der Stadt, das können ein Restaurant oder eine Tankstelle sein. Jeder, der spenden möchte, kann sich einen Zettel schnappen und den Wunsch erfüllen.

"Ich wünsche mir Snacks, damit ich in der Pause nicht der Einzige bin, der in der Pause keine Snacks zu essen hat." – dieser Zettel erreichte die Organisatoren kürzlich und gibt den Wunsch eines 10-Jährigen wieder. Die Tatsache, dass einfache Snacks, die man sich völlig unbedacht zum Beispiel in einem Kiosk holt, zu einem richtigen Weihnachtswunsch werden, versetzt einen Stich ins Herz. Denn dadurch wird deutlich, wie gut es einem selbst geht. Und was Not mitten unter uns bedeutet.

Things of my very own

Mitarbeiterin Claudia Gray-Nilsen erinnert sich im Interview mit dem US-Lokalsender 'NewsChannel12': "Es gibt auch Kinder, die wünschen sich einfach nur ein Shampoo oder eine Spülung für die Schwester. Auch nach warmen Decken oder nach Mänteln fragen sie."

Besonders in den Monaten nach Weihnachten und im Sommer, wenn generell wenig Spenden eingehen, sei die Verzweiflung für arme Familien in New York schlimm. Denn oft gingen die Essensmarken zum Ende des Monats aus. Die Abhängigkeit von Spenden ist also nicht nur an Weihnachten ein großes Thema – und nicht nur in den USA, sondern überall auf der Welt. Wenn Sie die Organisation unterstützen möchten: Im Netz finden Sie Informationen.